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Strukturierte Produkte auf Bluechips „Zertifikate sind die neue Alternative zu Unternehmensanleihen“

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Könnten Sie das am Beispiel erklären?

Hüppe: Sehen wir uns die Allianz-Aktie auf Sicht von einem Jahr unter der Prämisse an, dass Anleger mittels eines Discount-Zertifikates eine Rendite von 1 Prozent auf zwölf Monate erzielen wollen. Die Allianz-Aktie, die aktuell bei 211 Euro notiert, müsste in einem Jahr um knapp 30 Prozent niedriger, also bei rund 150 Euro notieren, bevor Investoren das Aktienkursrisiko tragen müssen.

Die Zahl der institutionellen und privaten Investoren, die strukturierte Produkte einsetzen, beginnt sich zu erhöhen. Was sagen Sie Marktteilnehmern, die sich mit dem Gedanken tragen, auf strukturierte Produkte zu setzen? Was spricht für den Einsatz?

Hüppe: Ganz entscheidend sind hier natürlich die Kosten. Wir veröffentlichen die Kosten transparent in den jeweiligen Produktinformationsblättern. Bei defensiven Strukturen sind wir auf Kostenniveaus, die sich im ETF-Bereich bewegen. Wir reden hier von 15 bis 30 Basispunkten, womit deutlich werden dürfte: Zertifikate sind nicht teuer. Genau wie bei ETFs gibt es natürlich auch strukturierte Produkte, die aufgrund ihrer Konstruktion höher bepreist sind. Gerade in defensiven Standardstrukturen lassen sich die Kosten jedoch mit denen von ETFs vergleichen.

Wir beobachten, dass die Masse unserer Kunden sehr günstig den Markt spielt: Vermögensverwalter suchen oftmals Aktiensubstitute zu den Bluechips in ihrem Kernportfolio. Sie suchen nach defensiven Strukturen und wechseln sowohl aus dem Aktienteil als auch aus dem Cash-Bestand in ein Zertifikat. Etwa 95 Prozent des Geschäftes machen wir in den Bluechips und in den großen Indizes – bei niedrigsten Kosten für die Kunden. Natürlich spielt auch die Bonität des jeweiligen Zertifikate-Emittenten eine gewichtige Rolle – dieser Punkt wird von unseren Kunden schnell abgehakt: Mit einem AA- verfügt HSBC Deutschland über das beste Fitch-Rating einer privaten Geschäftsbank in Deutschland.

Welche Produkte sind derzeit besonders beliebt?

Hüppe: Aktienanleihen und Discount-Zertifikate werden breit nachgefragt. Die beiden Produktkategorien sind vom Ausgangsprofil nahezu identisch. Bei Aktienanleihen steht der Coupon im Mittelpunkt, bei Discount-Zertifikaten hingegen der Abschlag. Lassen Sie mich das nochmals am Beispiel illustrieren: Wer ein halbes Prozent Rendite per annum will, könnte mit einer Aktienanleihe, die über ein Jahr läuft, auf einen Basispreis im Dax von 9.000 Punkten setzen. Das heißt: Erst wenn der Dax binnen eines Jahres von derzeit 12.400 Punkten auf unter 9.000 Punkte fällt, also um mehr als 27 Prozent, würde der Anleger in den Verlustbereich kommen.

Ein so starker Kursverlust ist eher unwahrscheinlich, liegt aber durchaus im Bereich des Möglichen …

Hüppe: Salopp gesprochen: Sollte es dazu kommen, dürfte ein Anleger keine (Dax-)Aktien mehr im Portfolio halten, sondern müsste komplett auf Cash umschichten. Wer von solchen Tiefkursszenarien ausgeht, muss – oder darf – keine Aktien halten. Der Bereich von strukturierten Produkten, in dem sich vorrangig Institutionelle bewegen, ist immer noch von teils extremen Vorurteilen geprägt – die sofort wiederlegbar sind. Wer ein Aktienportfolio hat, aber um Zertifikate einen Bogen macht, handelt irrational.