Fuchs-Report, Euro-Magazin & Co. Das sind die Gewinner der Mystery-Shopping-Tests 2018

Einer von vier Mystery-Shopping-Tests 2018: Die Fuchs-Report-Auszeichnungen für den 1. Platz in der Gesamtwertung und in der Ewigen Bestenliste. | © Hanna Boussoua

Einer von vier Mystery-Shopping-Tests 2018: Die Fuchs-Report-Auszeichnungen für den 1. Platz in der Gesamtwertung und in der Ewigen Bestenliste. Foto: Hanna Boussoua

Wem sollten vermögende Kunden ihr Geld anvertrauen? Wie schon in den vergangenen Jahren haben sich auch 2018 wieder verschiedene Instanzen auf Grundlage von Mystery-Shopping-Tests an einer Antwort versucht. Während sich Testfälle, Prüfkriterien, deren Gewichtung sowie die Methodik unterscheiden, ist das grundsätzliche Vorgehen dabei immer gleich. Testkunden besuchen verschiedene Anbieter von Private-Banking-, Wealth-Management- und Vermögensverwaltungsleistungen und dokumentieren das Erlebte vom Erstgespräch bis zur konkreten Portfoliostruktur.

Experten werten die gesammelten Ergebnisse aus und lassen sie in Rankings einfließen. Die Redaktion des private banking magazin gibt auf den folgenden Seiten einen Überblick über die Resultate des Fuchs- und des Elite-Reports, des Private-Banking-Tests der Zeitschrift „Euro“ sowie des Bankentests von „Focus Money“ und „n-tv“.

Fuchs-Report 2019

Wie empfindet der Kunde die „neue Welt der Beratung“ unter Anlegerschutzrichtlinie Mifid II? Fühlt er sich besser geschützt oder oftmals eher gegängelt? Wie setzen die Anbieter die Regulierung in der Praxis um? Wie hinderlich sind die Auflagen in der Beratung? Engen sie zu sehr ein? Oder bleiben genügend Spielräume für Individualität, wie sie kennzeichnend ist für das Private Banking?

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, hat die Fuchs | Richter Prüfinstanz zum 15. Mal Testkunden losgeschickt. Diese gingen mit ihren individuellen Lebensgeschichten zu den einzelnen Anbietern. Allen gemein war, dass sie eine Erbschaft von 3 Millionen Euro angetreten hatten, von der nach Steuern 2,1 Millionen übrigblieben. Das Geld wollten sie bei zwei Banken in Konkurrenz anlegen. Risikovorgabe war ein maximaler Verlust vom erreichten Höchststand (Maximum Drawdown) zwischen 10 und 20 Prozent. Zum Teil erwarteten die Kunden regelmäßige Ausschüttungen beziehungsweise Unterstützung beim Kauf einer Immobilie. Die Anbieter sollten selbst benennen, welche Rendite sie bei den Kundenvorgaben liefern könnten.

Geprüft wurde in vier Wertungskategorien. Das Beratungsgespräch floß mit 45 Prozent, die Vermögensstrategie mit 20 Prozent, die Portfolioqualität mit 15 Prozent und die Transparenz mit 20 Prozent Gewicht in die Wertung ein. Die Transparenz beinhaltete eine Fragebogenauswertung. Zudem flossen das Abschneiden im Performance-Projekt der Prüfinstanz sowie die Vertrauenswürdigkeit der Häuser in die Transparenzwertung mit ein.