AXA IM aktuell Institutionelle Kunden setzen auf Multi-Asset-Lösungen

Das Einkaufszentrum “Westfield London”. Fondsmanager sind gut beraten, auch unkorrelierte Produkte wie Gewerbeimmobilien in ihre Portfolios aufzunehmen. | © Getty Images

Das Einkaufszentrum “Westfield London”. Fondsmanager sind gut beraten, auch unkorrelierte Produkte wie Gewerbeimmobilien in ihre Portfolios aufzunehmen. Foto: Getty Images

Das anhaltende Niedrigzinsumfeld und zahlreiche geopolitische Ereignisse haben dazu geführt, dass das Interesse der Anleger an Multi-Asset-Produkten gewachsen ist. So stieg in den vergangenen drei Jahren das Volumen der von AXA Investment Managers (AXA IM) verwalteten Kundengelder im Multi-Asset-Bereich um deutlich mehr als 10 Prozent an. Multi-Asset-Strategien sorgen für mehr Unabhängigkeit der Anleger von einzelnen Anlageklassen, denn sie bieten die Möglichkeit einer breiten Diversifikation des Portfolios. Zugleich können die Auswirkungen volatiler Märkte genutzt werden. Denn die Renditen von Aktien, Anleihen, Öl, Gold oder Cash entwickeln sich unterschiedlich und weichen immer wieder deutlich voneinander ab.

„Multi-Asset-Strategien bieten Institutionellen Investoren ein umfangreiches Spektrum an Möglichkeiten, da sie aufgrund ihres langfristigeren Anlagehorizonts auch illiquide Werte und alternative Anlageprodukte mit interessanten Prämien in ihr Portfolio aufnehmen können“, erklärt Franz Wenzel, verantwortlich für die Entwicklung spezifischer Multi-Asset-Lösungen für Institutionelle Kunden bei AXA Investment Managers (AXA IM). Darüber hinaus sei mit dem Segment eine breit gefächerte Produktpalette möglich, die sich auf unterschiedliche Art und Weise kombinieren ließe und damit maßgeschneiderte Lösungen erlaube. Mit sogenannten „Overlays“ könnten zusätzlich Schwankungen an den Aktien- und Rentenmärkten abgefedert werden.

„Voraussetzungen für intelligente Multi-Asset-Strategien sind perfekt“

„Für Institutionelle Investoren ist die Risikoabsicherung ein wichtiger Aspekt. Rund die Hälfte der Diskussion konzentriert sich auf eine optimale Rendite/Risikobudgetierung um das Risikomanagement“, berichtet Wenzel. Gleichzeitig sei die Renditeerwartung der Investoren gesunken. „Vor 15 Jahren haben Institutionelle Investoren mit einer durchschnittlichen Rendite von 5 bis 6 Prozent gerechnet, heute erwarten sie nur noch 3 bis 4 Prozent.“ Der Multi-Asset-Experte führt dies auf die Erfahrung und die Marktkenntnisse Institutioneller Investoren zurück. Vor allem im kurzfristigen Segment seien sie sich der geschmälerten Renditechancen bewusst.

In Zukunft werden Multi-Asset-Fonds im Segment Institutionelle Kunden nach Ansicht von Wenzel eine noch zentralere Rolle zukommen. Die Voraussetzungen für intelligente Multi-Asset-Strategien seien perfekt. Wichtige Faktoren seien dabei das Marktumfeld mit seinen zunehmend komplexen Finanzmärkten, die hohen Anforderungen der Aufsichtsbehörden sowie die gestiegene Volatilität gepaart mit der zunehmenden Korrelation klassischer Anlageklassen. „Fondsmanager sind gut beraten, auch unkorrelierte Produkte wie CLOs, Cat- und andere Insurance-Linked Bonds sowie Commercial Real Estate und Corporate Loans in ihre Portfolios zu nehmen“, so der Experte. Dies käme Investoren mit ihren zumeist langfristigen Anlagezielen entgegen, die nicht nur von der Diversifizierung der Risiken, sondern auch von Liquiditätsprämien profitierten.