Aktiv-Passiv-Studie Aktive Aktienfonds erleiden Abflüsse trotz verbesserter Performance

Deckblatt der Aktiv-Passiv-Studie von Lyxor: In Partnerschaft mit dem private banking magazin wird der ETF-Anbieter die Ergebnisse in einer Veranstaltungsreihe in München, Frankfurt und Wien präsentieren. | © Lyxor

Deckblatt der Aktiv-Passiv-Studie von Lyxor: In Partnerschaft mit dem private banking magazin wird der ETF-Anbieter die Ergebnisse in einer Veranstaltungsreihe in München, Frankfurt und Wien präsentieren. Foto: Lyxor

44 Prozent der aktiven Fondsmanager erzielten 2017 eine Outperformance gegenüber ihrer Benchmark. Im Jahr zuvor waren es nur 28 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Vergleichsstudie des ETF-Anbieters Lyxor, die die Performance aktiver und passiver Fonds 2017 gegenüberstellt.

Die besten Ergebnisse erzielten danach Aktienmanager: 47 Prozent schnitten besser ab als die Benchmark, gegenüber 27 Prozent im Jahr 2016. Aktive Anleihemanager entwickelten sich ebenfalls besser, 39 Prozent erzielten eine Outperformance gegenüber 31 Prozent im Jahr 2016.

Die Resultate sind bereits bereinigt um die Änderungen am Umfang der Lyxor-Studie, die dieses Jahr 23 Anlageuniversen abdeckt mit rund 6.000 Fonds und 1,4 Billionen Euro verwaltetem Vermögen.

 Quelle: Lyxor

Aktien-Universen  

Von den 47 Prozent aktiven Aktienfonds stachen folgende Regionen und Segmente heraus. 81 Prozent der aktiven Manager in Italien und 49 Prozent der japanischen Aktienmanager zeigten eine Outperformance. 72 Prozent der Small-Cap-Manager in Europa und 55 Prozent der Large-Cap-Aktienmanager im Euroraum erzielten eine Outperformance.

Auf der anderen Seite blieben mehr als 50 Prozent der Manager in fast der Hälfte der untersuchten Universen hinter den Erwartungen zurück. Die schlechtesten Ergebnisse lieferten chinesischen Large-Cap-Manager (76 Prozent) und britische All-Cap-Manager (70 Prozent) ab. Auch US-Large-Cap-Manager (68 Prozent) und europäischen Large-Cap-Manager (55 Prozent) blieben hinter den Erwartungen zurück und schnitten schlechter ab als die Benchmark.

Anleihe-Universen

Einer der Hauptgründe für die Verbesserung war die gute Performance der US-Kredit-Manager und Fondsmanager globaler Anleihen. 67 Prozent der globalen Anleihe-Manager haben eine Outperformance erzielt, vor allem, so die Studienautoren, weil sie flexibler seien als ihre zugrunde liegenden Benchmarks.  

Mehr als 50 Prozent der Manager von Investment-Grade-Unternehmensanleihen lagen vor ihren Vergleichsindizes (57 Prozent für US-Kredite, 52 Prozent für Euro-Kredite). Und schließlich entwickelten sich 56 Prozent der US-High-Yield-Rentenfonds ebenfalls überdurchschnittlich.

Im Gegensatz waren Euro-Staatsanleihen, Euro-Hochzinsanleihen und inflationsgebundene Euro-Anleihemanager kaum in der Lage, die Benchmark zu übertreffen. Im vergangenen Jahr verdienten nur 20, 16 und 6 Prozent der Fonds Geld.