Weltweite Umfrage unter Topmanagern Überregulierung ist eine Gefahrenquelle

Der Global CEO Survey ist die größte Studie von PWC. An der jährlichen Befragung beteiligten sich in diesem Jahr weltweit über 1.300 Topmanager aus 91 Ländern.  | © PWC

Der Global CEO Survey ist die größte Studie von PWC. An der jährlichen Befragung beteiligten sich in diesem Jahr weltweit über 1.300 Topmanager aus 91 Ländern. Foto: PWC

Die noch vor einem Jahr sehr gute Stimmung von Führungskräften rund um den Globus schwindet. Das zeigt die 22. Global CEO Survey des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens PWC. Demnach rechnen 29 Prozent der für die Studie befragten Firmenlenker in den kommenden zwölf Monaten mit einem Rückgang des Weltwirtschaftswachstums. Vor einem Jahr erwartete nur eine kleine Minderheit von 5 Prozent ein solches Szenario.

In der Umfrage geht PWC der Entwicklung zahlreicher Sektoren auf den Grund und erörtert dabei auch Trends im internationalen Asset Management. Auch in dieser Branche blicken die Topmanager weniger optimistisch auf die Weltkonjunktur des laufenden Jahres als in früheren Umfragen von PWC. Dennoch geht die Mehrheit von 61 Prozent davon aus, 2019 mit neuen Produkten und Dienstleistungen den Umsatz steigern zu können.

Mit 68 Prozent ist der Anteil derjenigen noch größer, die in Effizienzsteigerungen einen wirkungsvollen Wachstumstreiber für das eigene Unternehmen sehen. 71 Prozent geben an, dass ihr Unternehmen auch ohne externe Zukäufe wachsen soll. Entsprechend erwarten 65 Prozent der Topmanager im Asset Management, dass ihre Beschäftigtenzahl 2019 moderat (53 Prozent) bis stark (12 Prozent) steigen wird. 

Die Asset-Management-Häuser wollen weiterhin vor allem IT- und Digitalexperten einstellen, um den „technischen Wandel in den Vermögensverwaltungen“ voranzutreiben, wie PWC es formuliert. Doch das ist für viele Unternehmen eine Hürde: 27 Prozent der befragten Führungskräfte sehen in einer zu geringen Fachkräfteverfügbarkeit eine Wachstumsbedrohung, 24 Prozent im Tempo des technischen Wandels und 37 Prozent in der zunehmenden Cyberkriminalität. 

Auf die Frage, wo die Topmanager im Asset Management auf politischer Ebene Gefahren für ihr Unternehmenswachstum sehen, nannten 43 Prozent „Überregulierungen“. Auf Rang 2 stehen „Handelskonflikte“ (32 Prozent) und danach „Politischer Populismus“ (30 Prozent).

Obwohl die weltweit bedeutendsten Handelskonflikte nach Einschätzung von PWC zurzeit zwischen den USA und China sowie zwischen Großbritannien und den Staaten der Europäischen Union stattfinden, sehen die Topmanager im Asset & Wealth Management ihre wichtigsten Wachstumsregionen in den USA (32 Prozent), in Großbritannien (20 Prozent) und in China (15 Prozent). Deutschland liegt weniger im Trend und rangiert in der aktuellen Untersuchung mit 14 Prozent nur noch auf Rang 4. Im Vorjahr hatte die Bundesrepublik mit 25 Prozent noch auf Rang 3 gelegen.