Trotz starken Wachstums Fintechs gewinnen nur langsam Marktanteile

Seite 2 / 2

Empfohlener redaktioneller Inhalt
Externe Inhalte anpassen

An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt, der unseren Artikel ergänzt. Sie können sich die externen Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen. Die eingebundene externe Seite setzt, wenn Sie den Inhalt einblenden, selbstständig Cookies, worauf wir keinen Einfluss haben.

Externen Inhalt einmal anzeigen:

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt und Cookies von diesen Drittplattformen gesetzt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.



Insgesamt belief sich das Volumen der im vergangenen Jahr neu ausgegeben Konsumentenkredite auf 80 Milliarden Euro. 36 Prozent davon wurden direkt bei Händlern abgeschlossen, ein Anteil, der künftig stabil bleiben wird. Von den verbleibenden Krediten werden nach IM-Berechnungen 73 Prozent von Multikanal-oder reinen Filialkunden in Anspruch genommen.

Es verbleiben Konsumentenkredite mit einem Volumen von rund 14 Milliarden Euro, die pro Jahr online vergeben werden. Hier haben Fintechs die Chance, einen Marktanteil von 20 Prozent zu erringen, was einem Kreditvolumen von 2,8 Milliarden Euro entspricht.

Darüber hinaus wurden im vergangenen Jahr Konsumentenkreditanfragen in Höhe von acht Milliarden Euro abgelehnt. Geht man davon aus, dass 20 Prozent aller von klassischen Banken abgelehnten Kreditanfragen im Jahr 2020 durch FinTechs vermittelt werden können, so ergibt sich ein zusätzliches Marktpotenzial von 1,6 Milliarden Euro pro Jahr.

„Damit kämen FinTechs in diesem Segment auf einen Marktanteil von gut 5 Prozent“, sagt Oliver Mihm. „Das wäre rund das 20fache im Vergleich zu heute. Zudem ist ein Konsumentenkredit für die Hausbank nicht disruptiv, das heißt, die Beziehung zum Kunden besteht in der Regel weiter.“

Robo-Advisors

Nach dem Kreditmarkt ist der zweite wesentliche Geschäftsbereich der private Anlagemarkt. Im Bereich Geldanlage sind rund 36 Start-ups in Deutschland tätig. Die innovativste Gruppe bilden dabei die Robo-Advisor. Sie adressieren dabei auch Anleger mit einem Vermögen von unter 100.000 Euro, die bei Banken kaum Beratungsangebote erhalten.

Die Robo-Advisors haben deutlich geringere Kosten durch die Automatisierung und den Wegfall persönlicher Beratungsleistungen und können durch die Einfachheit des Leistungsangebotes Zielgruppen ansprechen, denen eine Beratung bei einer Bank zu kompliziert und zeitaufwändig ist.