private banking kongress in München Tag 1 „Top-Location“, „gute Gespräche“, einfach „phänomenal“

Antonia Rados (Mitte), Chefreporterin Ausland der RTL-Gruppe, im Gespräch mit Annika Teerling (r.), Key-Account-Managerin beim Kongress-Medienpartner DAS INVESTMENT | © Fotos: Christian Scholtysik / Patrick Hipp

Antonia Rados (Mitte), Chefreporterin Ausland der RTL-Gruppe, im Gespräch mit Annika Teerling (r.), Key-Account-Managerin beim Kongress-Medienpartner DAS INVESTMENT Foto: Fotos: Christian Scholtysik / Patrick Hipp

Wie lässt sich eine Veranstaltung in einem Bild zusammenfassen? Für diese Kunst lässt sich das Team vom private banking kongress dieses Mal von Mathias Weitbrecht helfen. Weitbrecht nennt sich Visual Facilitator. Seine Spezialität ist es, komplexe Informationen so einfach wie möglich darzustellen. In München lauscht er per Kopfhörer den Vorträgen und Workshops und kritzelt aus dem Gesagten ein riesiges Schaubild auf einem überdimensionierten Flipchart. Wenn Ihnen das immer noch zu komplex ist, dann schauen Sie sich einfach die ersten von uns zusammengestellten Bilder vom private banking kongress in München an.



Aber der Reihe nach. Der erste Vortrag begann um 9:15 Uhr. Krisen- und Kriegsreporterin Antonia Rados berichtete dem Publikum über aktuelle Entwicklungen im Nahen Osten und wie sich diese auf Deutschland und Europa auswirken.



Rados erklärte, dass die Zugehörigkeit zu einem Clan oder einer Familie das Handeln der Bevölkerung im Nahen Osten stärker bestimmen als die Zugehörigkeit zu einer Religion. Nicht Granatwerfer oder Panzer, nein, mittlerweile sei das Handy in der arabischen Welt die wichtigste revolutionäre Waffe. Rados betonte zudem die entscheidende Rolle der Türkei und des Iran als Stabilisatoren einer auseinanderfallenden Region. Und dass der islamische Staat keine Gefahr für Europa darstellt.



Rados lieferte aber nicht nur Antworten, sondern stellte auch Fragen – eine davon direkt ans Publikum: Ob die aktuellen geopolitischen Krisen die Anlageentscheidungen der anwesenden Wealth Manager beeinflussen, wollte sie wissen. Ja, sagte die Mehrheit von 63 Prozent. Sogar sehr stark, befanden 9 Prozent. 28 Prozent gaben an, ihre Investments nicht von solchen Entwicklungen abhängig zu machen.  



Der Vortrag kam sehr gut an, auch bei Willi Heigl (Bild), Direktor Merck Finck & Co. Privatbankiers, der am Nachmittag gleich noch ein dickes Lob für das Event insgesamt zu vergeben hatte: „Die Location ist top, der Vortrag von Frau Rados war phänomenal. Es gibt ausreichend Zeit zum Netzwerken und ich habe schon gute Gespräche geführt. Die Vorträge und Workshops sind gut bis sehr gut."




Sehr gut besucht war auch der anschließende Vortrag von Uli Sperl, Senior Portfolio Manager bei UBS Deutschland. Sperls Thema war ein hochrelevantes: "Wandelanleihen - das Beste aus zwei Welten". Im Gegensatz zu Staats- und so manchem Unternehmens-Papier, seien Wandelanleihen zurzeit fair bewertet, so eine Aussage Sperls.



Um 13:30 Uhr wurde es digital. Anna Sacha und Grzegorz Prosowicz vom unter anderem auf Banken spezialisierten IT-Dienstleister Comarch zeigten auf, wie neue Technologien das Wealth Management umkrempeln.

Die Online-Kommunikation mit den Kunden spiele dabei eine Schlüsselrolle, was folgende Umfrage verdeutlicht: Die vier Hauptgründe, warum Private-Banking-Kunden ihren Berater wechseln. 1. Wenn Kundenberater nicht schnell genug auf einen Telefonanruf reagieren (58 Prozent). 2. Wenn Kundenberater nicht genügend guten Ideen und Ratschläge liefern (53 Prozent). 3. Wenn Kundenberater zu selten proaktiv auf ihre Kunden zugehen (49 Prozent). Und 4. Wenn Berater nicht schnell genug auf Kunden-E-Mails reagieren (44 Prozent).



Ein ebenfalls interessanter Trend: Sagten 2013 noch 23,7 Prozent der Private-Banking-Kunden, dass ihnen die Kommunikation per E-Mail und Internet zu ihrem Berater wichtiger ist als der persönliche Kontakt, stimmten 2014 schon 26,4 Prozent dieser Aussage zu.

Nach zahlreichen weiteren Vorträgen und Workshops hieß es ab 18:30 Uhr wie schon im vergangenen Jahr: kurz frisch machen und auf zur Münchener Party-Location Heart. Bei knapp 20 Grad wurden die ersten Drinks und Fingerfood im Freien serviert.  



Wir schließen den ersten Kongresstag mit einem Zwischenfazit von Dominicus von Nerèe (Bild), Betreuer für Family Offices, familiengeführte Unternehmen und UHNWIs bei der BW Bank: „Wie erwartet bietet auch der private banking kongress in München eine hohe Qualität der Referenten und ein hoch qualifiziertes Fachpublikum. Die Veranstaltung ist der Platz, um gute alte Verbindungen zu vertiefen und neue interessante Verbindungen aufzubauen."