Mifid II Meag nimmt Research-Kosten auf eigene Rechnung

Die beiden Meag-Geschäftsführer Anke Schaks (l.) und Philipp Waldstein: „Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir auch weiterhin über qualitativ hochwertiges Research verfügen werden“.  | © Meag

Die beiden Meag-Geschäftsführer Anke Schaks (l.) und Philipp Waldstein: „Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir auch weiterhin über qualitativ hochwertiges Research verfügen werden“. Foto: Meag

Die Meag wird alle Kosten, die künftig gemäß der Mifid-II-Richtlinie für externes Research anfallen, selbst tragen. Man werde die Kosten für das Broker-Research für alle Kundenmandate, die unter die Mifid-II-Regelung fallen, nicht an die Kunden weiterreichen, sondern auf eigene Rechnung nehmen, erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung.

„Unsere Kunden dürfen erwarten, dass wir in ihrem Sinne handeln und entscheiden“, sagt Meag-Geschäftsführerin Anke Schaks, zuständig für institutionelle Kunden. „Dazu gehört auch der verantwortungsvolle Umgang mit Auswirkungen regulatorischer Änderungen.“

Die Expertise des Hauses soll indes nicht unter dem Schritt leiden: „Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir auch weiterhin über qualitativ hochwertiges Research verfügen werden“, sagt Meag-Geschäftsführer , zuständig für das Portfoliomanagement Aktien, Renten sowie Infrastruktur. „Wir haben als großer, international aufgestellter Asset Manager ein starkes internes Research, jüngst unser Credit Research ausgebaut und werden dies durch externes Research, wo nötig, ergänzen.“

Mittlerweile haben die meisten der großen Fondshäuser ihre künftige Strategie bezüglich der Research-Kosten festgelegt. Unter anderem planen der US-Vermögensverwalter Blackrock sowie die beiden deutschen Fondsriesen Allianz Global Investors und Deutsche Asset Management, ebenfalls alle nach Inkrafttreten von Mifid II anfallenden Kosten für externes Research zu übernehmen.

Einen anderen Weg schlägt unter anderem die Dekabank ein: Das Wertpapierhaus der Sparkassen erklärte Ende August gegenüber der „Börsen-Zeitung“, dass sie Kosten für externes Research künftig voraussichtlich auf Fondsebene ausweisen möchte.

Die Meag steht für das Vermögensmanagement von Munich Re und Ergo. Sie ist in Europa, Asien und Nordamerika präsent und bietet ihre Expertise institutionellen Anlegern und Privatkunden an. Insgesamt verwaltet die Meag gegenwärtig nach eigenem Bekunden Kapitalanlagen im Wert von 252 Milliarden Euro.