UBS-Studie So planen Vermögende ihren Ruhestand

Laut UBS-Studie hängt der Eintritt in den Ruhestand mit der Vermögenshöhe zusammen

Laut UBS-Studie hängt der Eintritt in den Ruhestand mit der Vermögenshöhe zusammen

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In der Vergangenheit wurde das Erreichen des Renteneintrittsalters oft mit „alt sein“ verbunden. Doch angesichts der gestiegenen Lebenserwartung hat sich diese Wahrnehmung inzwischen geändert. Anleger setzen den Ruhestand nicht mehr automatisch mit einem hohen Alter gleich. Das zeigt eine Studie der Schweizer Großbank UBS, für die 451 vermögende Privatkunden verschiedener Altersgruppen befragt wurden.

So fühlt sich in Deutschland ein Großteil der befragten Anleger erstmals mit 70 Jahren und somit nach Erreichen des gesetzlichen Renteneintritts alt. Dies trifft insbesondere auf Männer zu, von denen 70 Prozent erst dann beginnen, sich alt zu fühlen, wenn sie bereits pensioniert worden sind. Da das gesetzliche  Renteneintrittsalter bei 67 Jahren liegt, wird eindeutig zwischen dem Eintritt in den Ruhestand und dem Zeitpunkt unterschieden, zu dem sich jemand alt fühlt.

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Quelle: UBS Investor Watch Studie 2016

Auch beim Thema Ruhestand selbst hat ein Umdenken stattgefunden. Galt dieser früher als ein einzelner Lebensabschnitt, wird er heute in drei dynamische Phasen unterteilt: Die Zeit des „Übergangs“, in der gegebenenfalls die Arbeitszeit verkürzt und eine bessere Balance zwischen Beruf und Privatleben angestrebt wird, die „Zeit für mich“, in der beispielsweise Reisen und Freizeitaktivitäten im Vordergrund stehen und die „Goldenen Jahre“, in der Anleger ein einfacheres Leben planen im Kreise der Familie.

Weiter zeigt die Studie einen direkten Zusammenhang zwischen dem Vermögen eines Anlegers und dessen Neigung zum Eintritt in den Ruhestand. Wenn Anleger vermögender sind, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie weiter erwerbstätig bleiben – und das selbst im Rentenalter. Die vermögenden Anleger sorgen sich, dass sie im Ruhestand zu wenig zu tun haben. Obwohl sie darauf hoffen, zu reisen und Zeit mit der Familie zu verbringen, sind sie nicht sicher, ob sie dies ausfüllt. Statt sich mit 67 aus dem Arbeitsleben zurückzuziehen, planen sie, ihre Erwerbstätigkeit fortzusetzen.

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Quelle: UBS Investor Watch Studie 2016