Private Banking UBS in Asien wieder die Nummer eins

Damit hat die größte Schweizer Bank den Spitzenplatz zurückerobert, den sie im Vorjahr an Citigroup Inc. abgeben musste.

Die UBS hat das verwaltete Kapital in der Region um 20 Prozent auf 215 Milliarden Dollar gesteigert, während Citigroup ein Plus von 9 Prozent aufwies und Ende vergangenen Jahres auf 210 Mrd. Dollar kam. Das geht aus einer Studie der 20 führenden Vermögensverwalter im asiatisch-pazifischen Raum hervor, die Private Banker, eine in London angesiedelte Publikation für die weltweite Vermögensverwaltungsbranche, am Freitag veröffentlichte.

Die in Zürich ansässige Bank schrumpft im Rahmen einer Strategie, die Konzernchef Sergio Ermotti im vergangenen Jahr darlegte, risikoreichere und kapitalintensive Geschäftsbereiche wie Bondhandel, um sich auf die Vermögensverwaltung zu konzentrieren. UBS rangierte in einer anderen, im Juli erschienenen Studie von Scorpio Partnership mit einem verwalteten Kapital von 1,7 Billionen Dollar als größtes weltweit operierendes Institut im Privatbankengeschäft.

Die jüngsten Ranglisten von Private Banker “haben die Stärke der großen internationalen Marken bei der Einwerbung von Geldern und insbesondere das Comeback von UBS nach einer Reihe von schweren Jahren gezeigt”, erläuterte Nicholas Moody, der die Asien-Pazifik-Studie für die Gesellschaft leitete. “Insbesondere UBS und Credit Suisse haben wirklich daran gearbeitet, ihre Strategie auf Kernsegmente auszurichten.”

“Auf Julius Bär sollte man in den kommenden zwölf Monaten achten”

Die Credit Suisse Group AG verdrängte HSBC Holdings Plc im asiatisch-pazifischen Raum vom dritten Platz, nachdem die Schweizer Bank 2012 das verwaltete Kapital um 31 Prozent auf 117 Milliarden Dollar steigerte, so die Studie von Private Banker.

Bei HSBC sank das verwaltete Kapital um mindestens 11 Prozent auf 100 Milliarden Dollar bis 115 Mrd. Dollar, geht aus von Private Banker zusammengestellten Daten hervor. Credit Suisse hatte im Dezember 2011 das Privatbankengeschäft von HSBC in Japan für eine nicht genannte Summe erworben.

Die Julius Bär Group Ltd. verbesserte sich in der Studie von Private Banker vom elften Platz im Jahr 2011 auf den sechsten im vergangenen Jahr, nachdem die Schweizer Privatbank Geschäftsbereiche von Merrill Lynch übernommen hat. Im Raum Asien-Pazifik verwaltete die Bank ein Kapital von 60 Milliarden Dollar, doppelt so viel wie 2011.

“Auf Julius Bär sollte man in den kommenden zwölf Monaten achten”, sagte Moody von Private Banker. Seine Gesellschaft prognostiziert, dass das von Bär betreute Kapital in der Region auf etwa 100 Milliarden Dollar steigen könne, wenn die Intergration der Merrill-Einheiten abgeschlossen sei. Dann könnte sie möglicherweise JPMorgan Chase & Co. als fünftgrößte Privatbank in Asien ablösen.

Insgesamt stieg das von den führenden 20 Banken verwaltete Kapital um 16 Prozent auf 1,17 Billionen Dollar, so die Studie.