Tipps zur Auswahl Welcher ETF passt zu mir?

Stephanie Lang, Investment Strategist für iShares-Produkte bei Blackrock

Stephanie Lang, Investment Strategist für iShares-Produkte bei Blackrock

Indexanlagen sind heutzutage nicht nur ein wesentlicher Bestandteil unzähliger Anlagestrategien, sondern auch ein Barometer der Marktstimmung und ein Instrument zur Performance-Messung. Das Wachstum bei Indexanlagen und insbesondere bei ETFs lässt sich vor allem auf drei Vorteile zurückführen:

• Diversifikation durch Investition in ein Portfolio aus Wertpapieren bei geringen Verwaltungskosten
• Transparenz bei der Zusammensetzung und der Anpassungshäufigkeit durch die Indexregeln
• Einsetzbarkeit als Risikosteuerungsinstrument

Ein wichtiger Schritt bei der Entscheidung für die optimale Indexanlage ist die Auswahl des Referenz-Index. Mithilfe der folgenden fünf Faktoren können Anleger feststellen, ob der Index zu den eigenen Anlagezielen passt:

1. Abdeckung des Anlageuniversums
2. Investierbarkeit und Liquidität, vor allem bei Rentenindizes
3. Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Preisermittlung
4. Umschlagshäufigkeit und die daraus folgende Balance aus Marktabbildung und Transaktionskosten im Indexprodukt
5. Indexkonstruktion (wie etwa Gewichtungsmethodik)

Abhängig vom ausgewählten Referenzindex stehen bis zu sieben passive Anlageinstrumente zur Verfügung: Indexfonds, ETFs, Spezialmandate, Zertifikate, Wertpapierkörbe aus Einzelwerten, Futures und Swaps. Bei der Auswahl des für die eigene Zielsetzung am besten geeigneten Anlageinstruments müssen Anleger sich unter anderem über rechtliche Faktoren und die Produktstruktur im Klaren sein, sowie Risikofaktoren wie etwa das Emittentenrisiko beachten.

Auch Mindesthandelsvolumen, Liquidität und wie der ETF gehandelt wird, etwa über die Börse, sind wichtig. Die Handels- und Haltekosten muss der Anleger bedenken, wobei kurzfristig die Handels- und langfristig die Haltekosten höheren Einfluss haben. Inwiefern Wertpapierleihe und Leerverkäufe bei dem Produkt eine Rolle spielen, sollten Investoren ebenfalls beachten.

Die am häufigsten verwendeten passiven Anlagen sind Indexfonds, ETFs und Futures. In einem dritten Schritt spielt vor allem bei Indexfonds, ETFs oder Spezialmandaten auch die Auswahl des Portfoliomanagements eine wesentliche Rolle bei passiven Anlagen.

Durch die Erfahrung, interne Infrastruktur und weitere Techniken kann die Qualität eines passiven Finanzprodukts durch ein professionelles Risikomanagement, Minimierung der Kosten und Optimierung der Erträge signifikant beeinflusst werden. Eine ausführliche Erläuterung des hier vorgestellten Leitfadens ist in der Broschüre „The Art of Indexing“auf www.iShares.de zu finden.

Stephanie Lang ist seit 2008 als Investment Strategist für iShares-Produkte bei Blackrock tätig. Bereits nach ihrem Studium – Finanzierung, Marketing und Statistik – beschäftigte sie sich als wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Finanzdienstleistungen in empirischen Studien und in ihrer Doktorarbeit schwerpunktmäßig mit dem Thema ETFs

Dieser Beitrag wurde uns freundlicherweise von iShares zur Verfügung gestellt.