Templetons Schwellenländer-Star An diese Emerging Markets glaubt Hasenstab

Dr. Michael Hasenstab, Chief Investment Officer und Anleihe-Fondsmanager bei Franklin Templeton | © Franklin Templeton

Dr. Michael Hasenstab, Chief Investment Officer und Anleihe-Fondsmanager bei Franklin Templeton Foto: Franklin Templeton

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Der Name Michael Hasenstab steht für riskante Investments. Der amerikanische Anleiheinvestor und Fondsmanager bei Franklin Templeton hatte zum Ärger des amerikanischen Außenministeriums bereits in ukrainische Staatsanleihen investiert, als noch der gestürzte russlandnahe Ex-Präsident Victor Janukowitsch im Amt war. „Unsere Rolle ist nicht der Regimewechsel. Es ist die langfristige Anlage“, zitiert die „F.A.Z.“ die Antwort Hasenstabs auf solcherlei Anwürfe.

Der erfolgreiche Schwellenlandinvestor hat in der Vergangenheit allerdings oft ein geschicktes Händchen bewiesen. Nur die Ukraine erweist sich für Hasenstab als harter Brocken. Derzeit laufen die Verhandlungen mit der Ukraine über einen anteiligen Schuldenerlass durch die privaten Gläubiger des Landes.

Hasenstabs Schwellenland-Lieblinge

Jetzt verriet der Franklin-Templeton-Investor dem Portal Procontra seine Favoriten unter den Schwellenländern. Kräftige Wachstumsimpulse seien momentan in Korea, Indien und China zu erwarten, die vom niedrigen Ölpreis profitierten. Das Wirtschaftswachstum in den USA sei ein Wachstumsmotor auch für Schwellenmärkte: Mexiko, Korea und Malaysia profitierten momentan von der positiven US-Entwicklung.

A propos Mexiko: Die beiden Länder seien zu Unrecht als vermeintlich stark am Ölexport hängende Volkswirtschaften jüngst in Verruf geraten. In Wirklichkeit entfielen nur 10 Prozent des mexikanischen Exports auf Ölexporte. Viel stärker hänge der Export Mexikos an der heimischen Automobilindustrie. Der Preiseffekt des Öls spiele dagegen eine weniger wichtige Rolle, schätzt Hasenstab. Das gleiche gelte für Malaysia.

Allgemein rät der Anleihe-Experte momentan zu Investitionen in Emerging Markets, die nicht zu stark am Ölexport hängen und die gesunde Fundamentaldaten aufweisen. Mit Hinblick auf den möglicherweise bald bevorstehenden US-Zinsanstieg sieht Hasenstab einen Vorteil für Länder, die stark mit der US-Wirtschaft verflochten sind und nennt hier vor allem Mexiko und Südkorea: Sie sollten, schätzt der Experte, einen Zinsanstieg in den USA gut verkraften.