Telos-Studie zum Spezialfondsmarkt Mehrheit der institutionellen Anleger plant Investitionen in Spezial-AIF

Der Studienklassiker der Fondsrating-Gesellschaft Telos erscheint 2016 bereits zum 16. Mal

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Mehr als die Hälfte der institutionellen Anleger will in den kommenden zwei Jahren in Spezial-AIF investieren. Das zeigt die mittlerweile 16. Auflage des Studienklassikers der Fondsrating-Agentur Telos zum Spezialfondsmarkt. So gaben 52 Prozent der 80 befragten Anleger an, Investitionen in Spezial-AIF zu planen, 48 Prozent verneinten diese Frage.

Dabei kann die Studie hohe Aussagekraft für sich beanspruchen: Von dem zu verteilenden Investitionsvolumen institutioneller Anleger von derzeit rund 1,4 Billionen Euro vereinen die 80 Befragten insgesamt 580 Milliarden Euro auf sich, wie es von den Studienautoren heißt.

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Planung der Auflage neuer Spezialfondsmandate 2016


Quelle: Telos Studie 2016

Während die Welt der Spezialfonds angesichts dieses zu erwartenden Wachstums in Ordnung scheint, offenbart die Erhebung jedoch auch einen Wert, der Fondsmanagern aufhorchen lassen sollte: So sind rund 60 Prozent der Anleger bereit, ihren Anbieter zu wechseln.

1,4 Billionen Euro Anlagevolumen

Den Grund sehen die Autoren der Studie vor allem im veränderten Umfeld, mit dem die Anleger bei der Asset Allokation konfrontiert sind: Risikoarme Asset-Klassen mit einer hinreichenden Rendite im Bereich um die 3 bis 4 Prozent sind nicht verfügbar, während langlaufende Renten mit Zinssätzen in genannter Höhe spätestens jetzt auslaufen.

Entsprechend werden institutionelle Investoren laut Studie schon bald neue Spezial-AIF mit bislang nicht genutzten, neuen Asset-Klassen ins Auge fassen. Damit einhergehend werden sich die Anleger auch mit bislang nicht bekannten Anbietern etwa aus den Sektoren Infrastruktur, Real Estate oder Ansätzen mit stärkerem Derivateeinsatz beschäftigen.

Um konkret zu ermitteln, welche Faktoren für institutionelle Anleger bei der Wahl eines Managers entscheidend sind, haben die Studienautoren den Befragten bestimmte Kriterien zur Bewertung vorgegeben. Darunter Klassiker wie Performance und Kosten, aber auch Gesichtspunkte wie Kommunikation oder Reputation des Anbieters.

Performance nicht mehr alleinbestimmend


Dabei zeigt sich in puncto Performance ein deutlicher Rückgang bei der Bewertung der Bedeutung dieses Kriteriums. So gaben mit jeweils etwa 48 Prozent der Anleger deutlich weniger als in den Vorjahren an, dass dieses Kriterium „sehr wichtig“ oder „wichtig“ für sie sei.

Für die Studienautoren belegt das allerdings weniger, dass Anleger die Rendite der Fonds weniger stark im Fokus hätten. Vielmehr zeige sich darin die Erkenntnis der Investoren, dass die Performance nicht mehr das allein bestimmende Auswahlkriterium sein könne. Stattdessen spielten andere Aspekte wie das einzugehende Risiko eine zunehmende Rolle.

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Zugleich ließ die Zufriedenheit mit der Performance nach. Während sich im Vorjahr noch 70 Prozent als „sehr zufrieden“ mit der Performance zeigten, vergab dieses Mal kein einziger Investor die höchste Bewertung. Stattdessen lag der Anteil der nur noch „zufriedenen“ Investoren bei 86 Prozent.