Harte Zeiten Studie zeigt Private-Banking-Problem

Margen-Schrumpf im Private Banking. Die Erträge je Mitarbeiter gingen in den vergangenen fünf Jahren um 26 Prozent zurück. Die Kosten pro Kopf sanken um lediglich 14 Prozent. Das geht aus der „Europäischen Private Banking Studie 2012“ der Beratungsgesellschaft Eurogroup Consulting (EGC) hervor.

„Gerade die vermögenden Privatkunden agieren aufgrund der unklaren Entwicklungen an den Finanzmärkten wesentlich vorsichtiger und kostenbewusster“, sagt Christian Leurs, Manager bei EGC. Gleichzeitig sei es Anbietern nicht gelungen, ihre Kosten im gleichen Umfang zu reduzieren.

Beispiel IT: Der Anteil an den Gesamtkosten stieg von 23 Prozent im Jahr 2007 auf 27,5 Prozent in 2010. Auch weitere Ausgaben, etwa für Gebäude oder Personal, sowie für verstärkte Regulierung drücken auf die Marge.

Leurs zufolge dürften die Banken nicht nur versuchen, die Kosten zu drücken. Sie müssten das defensive Kundenverhalten als Chance begreifen: „Die Kunden im Private Banking sehnen sich nach einem verlässlichen Partner, dem sie vertrauen können. Wer dies berücksichtigt und eine nachhaltige Bindung zu seinen Kunden aufbaut, kann seine Erträge auch im verstärkten Preiswettbewerb zumindest stabil halten.“