Rückgang von 34 Prozent im ersten Quartal Deutsche Bank berichtet Gewinneinbruch

Die Deutsche Bank hat für das erste Quartal aufgrund eines schwächeren Geschäfts im Anleihehandel einen Gewinnrückgang von 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet. Das war ein besseres Ergebnis, als von Analysten erwartet. Die Aktie reagierte im frühen Handel mit einem Kursplus von 2,4 Prozent

Wie Europas größte Investmentbank nach Ertrag am Dienstag in Frankfurt berichtete, lag der Gewinn für die ersten drei Monate des Jahres bei 1,08 Milliarden Euro. Zehn Analysten hatten in einer Umfrage von Bloomberg im Mittel mit 1,01 Milliarden Euro gerechnet. Die Erträge im Handel mit Festverzinslichen, Währungen und Rohstoffen sanken um 10 Prozent auf 2,43 Milliarden Euro. Hier hatten Analysten einen stärkeren Rückgang auf 2,12 Milliarden Euro erwartet. Die Gesamterträge der Bank sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 8,4 Prozent.

Die weltweit tätigen Investmentbanken haben mit einem Rückgang der Handelserträge zu kämpfen, da sich die Kunden infolge der geldpolitischen und geopolitischen Unsicherheiten zurückhalten.

Jürgen Fitschen und Anshu Jain, die beiden Co-Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, gaben sich gleichwohl optimistisch: “Alle unsere Kerngeschäftsfelder haben in diesem Quartal zu einem robusten Ergebnis beigetragen, wodurch wir unsere Eigenkapitalbasis um mehr als eine Milliarden Euro stärken konnten”, sagten sie in der Mitteilung.

Die harte Kernkapitalquote Tier-1 bei voller Umsetzung von Basel III gab die Bank per Ende März mit 9,5 Prozent an, nach 9,7 Prozent Ende 2013. Die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) nach CRR/CRD4 lag Ende des ersten Quartals bei 3,2 Prozent. Wie die Bank weiter mitteilte, sind die risikogewichteten Aktiva im Vergleich zum vierten Quartal um 23 Milliarden Euro auf 373 Milliarden Euro gestiegen.

Die am Montag angekündigte Emission von Zusätzlichem Tier-1-Kernkapital (AT1) im Umfang von mindestens 1,5 Milliarden Euro sei Teil des Plans, bis Ende 2015 rund 5 Milliarden Euro an Zusätzlichem Tier-1-Kernkapital zu begeben, teilte die Bank weiter mit.

Steven Gould, Analyst bei Natixis Securities, bezeichnete die Ergebnisse als “recht positiv”. “Die Kapitalausstattung ist weniger besorgniserregend als erwartet”, sagte er.

Im Bereich Corporate Banking & Securities (CBS) sank der Vorsteuergewinn um 22 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Der Bereich Private & Business Clients (PBC) kam auf einen um 8 Prozent höheren Vorsteuergewinn von 520 Millionen Euro. Dazu beigetragen haben nach Angaben der Bank ein Einmalgewinn aus einer Veräußerung sowie höhere Einnahmen im Brokerage. Im Global Transaction Banking (GTB) stieg der Gewinn vor Steuern um 15 Prozent auf 367 Millionen Euro, hauptsächlich durch eine geringere Risikovorsorge für Kredite. Im Bereich Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) fiel der Vorsteuergewinn um 23 Prozent auf 169 Millionen Euro. Das Segment Non-Core-Operations Unit (NCOU) verzeichnete einen Vorsteuerverlust von 532 Millionen Euro.