Wealth-Management-Studie Private Banking: Handlungsbedarf in vier Bereichen

Die neue Booz & Company-Studie beleuchtet die Zukunft des Private Bankings

Die neue Booz & Company-Studie beleuchtet die Zukunft des Private Bankings

Eigentlich geht es dem globalen Private Banking wieder gut. Das verwaltete Vermögen ist zuletzt wieder deutlich über das Vorkrisenniveau von 2007 gestiegen. Allerdings hapert es bei den Ergebnissen. Deshalb hat die Strategieberatung Booz & Company in der Studie Global Wealth Management Outlook 2014-15 die Zukunftsfähigkeit des Private Banking untersucht. 

Vor allem europäische Banken müssten ihre Geschäftsmodelle den neuen Realitäten anpassen, heißt es in der Studie. Künftig müssten Vermögensverwalter dem Kundenwunsch nach höherer Transparenz der Portfolios sowie Erträge gerecht werden. Auch wegen zunehmender Regulierungen, wie beispielsweise Fatca, Mifid II oder weiteren wie von der OECD geforderten Regelungen zu mehr Steuertransparenz, müssen sich einige Banken ein neues Geschäftsmodell suchen. Von Seiten der Kunden kommt zudem der Wunsch nach mehr Zugang an Informationen und Kanäle zur Beratung. Das bedeutet die Digitalisierung des Private Banking.

Damit die Vermögensverwalter von der weiteren Erholung der Finanzmärkte in den kommenden Jahren profitieren können, sehen die Experten von Booz & Company Handlungsbedarf in vier Bereichen:
  • Portfolio bereinigen und auf eigene Stärken fokussieren: Auch die großen Institute können künftig nicht mehr überall alles anbieten. Um Skaleneffekte zu erzielen und Reputationsrisiken zu minimieren, sollten Vermögensverwalter sich stärker auf die Märkte konzentrieren, in denen sie einen Wettbewerbsvorteil haben oder sich diesen erarbeiten können.

  • Angebot anpassen: Die Angebote müssen den neuen regulatorischen Anforderungen und den geänderten Kundenbedürfnissen angepasst werden. Preise müssen transparent und nachvollziehbar sein. Als Leistung gilt mehr als je zuvor die erwirtschaftete Performance nach Kosten.

  • Digitale Fähigkeiten ausbauen: Zugang über digitale Kanäle, Individualisierung bei gleichzeitiger Industrialisierung, personalisierte Informationen, hohe Servicequalität und Effizienz – für vieles bilden die digitalen Fähigkeiten heute eine grundlegende Voraussetzung. Es braucht deshalb eine strategische digitale Agenda und eine flexible IT.

  • Kosten dem künftigen Ertragspotenzial anpassen: Der Kostendruck wird trotz Wachstum anhalten. Nur mit einer auf Fähigkeiten basierenden Strategie und konsequenter Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette wird das Private-Banking-Geschäft nachhaltig erfolgreich sein.