Besser als die Euro-Zone Pictet eröffnet Filiale in Israel

Nach dem Bombenanschlag auf einen Bus in Tel Aviv am 21. November, bei dem mindestens 17 Menschen verletzt wurden: Trotz der kritischen Lage eröffnet Pictet eine Niederlassung in dem von Feinden umgebenen jüdischen Staat.  | © Getty Images

Nach dem Bombenanschlag auf einen Bus in Tel Aviv am 21. November, bei dem mindestens 17 Menschen verletzt wurden: Trotz der kritischen Lage eröffnet Pictet eine Niederlassung in dem von Feinden umgebenen jüdischen Staat. Foto: Getty Images

Raketenangriffe und ein Bombenanschlag scheinen Pictet keine Angst zu machen: Vergangene Woche eröffnete die Schweizer Investmentgesellschaft eine Niederlassung in Tel Aviv.

„Es ist ein Risiko, aber wir sind davon überzeugt, dass der israelische Markt auf lange Sicht ein großes Geschäftspotenzial mit sich bringt“, erklärte Senior-Teilhaber Jacques de Saussure in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung „Globes“. Dass es riskant ist, zeigte sich bereits im Verlauf des Interviews: Aufgrund des Bombenalarms mussten die beiden Gesprächspartner im Treppenhaus in Deckung gehen.

Trotz der gefährlichen Situation in dem von Feinden umgebenen jüdischen Staat ist Pictet nicht das einzige Schweizer Finanzinstitut, das sich dort niedergelassen hat. In diesem Jahr hat bereits die UBS ein Wealth Management Haus in Tel Aviv eröffnet. Auch Julius Bär richtete dort eine Vertretung ein.

Die Wirtschaft Israels sei ungeachtet der Situation in einem besseren Zustand als die vieler Euro-Länder, erklärt de Saussure. Während ein Land nach dem anderen in der EU in eine Rezession rutsche, sehe man in Israel vor allem auch mit der Wirtschaftsmetropole Tel Aviv großes Potenzial.