EY Global Consumer Banking Survey 2014 „Nicht alle Banken werden es schaffen“

Deutsche Banken müssen sich auf geringeres Wachstum einstellen, zeigt die „Global Consumer Banking Survey 2014“ der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young. Die Studie basiert auf einer Befragung von 33.000 erwachsenen Bankkunden in 43 Ländern. In Deutschland nahmen mehr als 800 Bankkunden teil.

Demnach können Banken in Deutschland ihr Geschäft lediglich bei 14 Prozent der Kunden noch ausbauen. Nicht alle Banken würden es schaffen, die verhältnismäßig geringe Zahl der "Wachstumskunden" für sich zu gewinnen, heißt es in der Studie weiter. In den USA und in Schwellenländern wie China und Indien sieht die Zukunft dagegen schon deutlich rosiger aus: Hier können die Banken ihr Geschäft noch bei 34 Prozent beziehungsweise über 50 Prozent der Kunden ausbauen.

Um mit den wenigen Kunden mehr Geld verdienen zu können, müssen Banken eine große Nähe zu ihnen herstellen – am besten über viele verschiedene Kanäle, auch online und mobil. Denn die Studie zeigt auch, dass 64 Prozent der deutschen Kunden ihre Bankgeschäfte nun mal regelmäßig online erledigen. Weltweit sind es 58 Prozent. Einen generellen Austausch mit ihrem Bankberater wünschen sich die deutschen Kunden aber trotzdem (59 Prozent). Kosten darf die Beratung allerdings zumeist nichts. Lediglich 11 Prozent der deutschen Kunden wären bereit, für einen individuellen Finanzplan zu zahlen. Außerdem sollten Banken ihre Produkt- und Kundenportfolios fortlaufend an die individuellen Kundenbedürfnisse anpassen, so ein Ratschlag von Ernst & Young.