Nach 60 Jahren Bankhaus Wölbern schließt endgültig die Pforten

Niederlassung des Bankhauses Wölbern & Co in Hamburg | © Wolfgang Meinhart, Hamburg

Niederlassung des Bankhauses Wölbern & Co in Hamburg Foto: Wolfgang Meinhart, Hamburg

Das Bankhaus Wölbern & Co hat seine Geschäftstätigkeit beendet. Die Bankerlaubnis wurde bereits Anfang Juni an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zurückgegeben. Möglich wurde die Schließung, nachdem das restliche Kreditportfolio der Bank mit einem Volumen von nominal 70 Millionen Euro auf die neu gegründete EIS Einlagensicherungsbank des Bankenverbandes übertragen wurde.

Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken hatte das Bankhaus Wölbern & Co im Jahr 2009 übernommen, nachdem es in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Ziel dieser Maßnahme war es, inmitten der damaligen Finanzkrise weitere Unruhe vom Finanzplatz Deutschland abzuwenden. Bereits mit Übernahme der Bank durch den Einlagensicherungsfonds wurde das werbende Geschäft des Bankhauses eingestellt.

Der Einlagensicherungsfonds hatte in den letzten Jahren die Betriebstätigkeit des Bankhauses mit geringer Personalausstattung – zuletzt beschäftigte das Bankhaus 18 Mitarbeiter – auch im bankaufsichtsrechtlichen Umfeld sichergestellt. Dabei wurden die Risikoaktiva von 375 Millionen Euro im Jahr 2008 erfolgreich um rund 80 Prozent auf 70 Millionen Euro reduziert.

Der Hamburger Kaufmann Ernst Wölbern hatte das Bankhaus  am 1. Januar 1956 gegründet.