Occupy Wall Street Millionäre unterstützen Demonstranten

"Occupy Wall Street": Proteste in Washington Foto: Getty Images

Sie haben mindestens eine Million Dollar auf der Bank oder in anderen Investments. Trotzdem befürworten viele reiche US-Amerikaner eine Bewegung, die sich gegen die Banken richtet. Wie eine Studie der amerikanischen Beratungsgesellschaft Spectrem’s Group ergab, unterstützen 35 Prozent der US-Millionäre „Occupy Wall Street“. Sie stimmen der Aussage zu, dass die Demonstranten „gute und stichhaltige Argumente“ haben.

Rund 30 Prozent der Befragten finden zudem, dass die Demonstranten eine Kraft repräsentieren, die einen Einfluss auf die kommenden Wahlen haben wird. Ungefähr genauso viele Millionäre glauben jedoch, dass die Proteste eine kurzfristige Erscheinung sind und bald verpuffen werden.

Das „Wall Street Journal“ (WSJ), das in seiner Online-Ausgabe über die Studienergebnisse berichtete, rätselt, wie es zu dieser Unterstützung der Bewegung durch diejenigen, gegen die sie sich im Grunde richtet, kommen konnte. Eine der Theorien besagt, dass diejenigen Millionäre, die die Bewegung gut finden, bei dem Wort „reich“ an noch vermögendere Personen als sie selbst denken. Daher sehen sie sich nicht als Zielgruppe der Proteste, so WSJ.