BHF-Chef Philippe Oddo „Wir brauchen mehr Kundennähe“

Stieg 1987 zum geschäftsführenden Gesellschafter bei Oddo & Cie auf: Philippe Oddo

Stieg 1987 zum geschäftsführenden Gesellschafter bei Oddo & Cie auf: Philippe Oddo

Anmerkung der Redaktion: Das Interview mit Philippe Oddo wurde bereits im Juli dieses Jahres geführt.

private banking magazin: Die Übernahme der BHF Kleinwort Benson Group und damit der BHF-Bank liegt ein paar Monate zurück. Was hat Sie seitdem beschäftigt?

Philippe Oddo: Offiziell bin ich nun seit dem 11. März Vorstandsvorsitzender der BHF-Bank. Im ersten Schritt ging es darum, einen Eindruck vom Geschäft der BHF-Bank zu bekommen – was sind die Herausforderungen für mich und für unsere Mitarbeiter? Dazu habe ich jeder Niederlassung mindestens einen Besuch abgestattet und mit den Mitarbeitern und Kunden vor Ort gesprochen.

Kunden wie Berater haben in zehn Jahren zwei Übernahmen der BHF-Bank inklusive Hängepartie erlebt. Wie ist Ihr Eindruck von der derzeitigen Stimmung?

Oddo: Die Kunden mögen die BHF-Bank – sowohl für ihre Tradition und Unabhängigkeit als auch für ihre Expertise und die Ergebnisse der Vermögensverwaltung. Uns wurde auch zurückgespielt, dass sie es mögen, dass ich unternehmerisch mit eigenem Geld bei der BHF-Bank eingestiegen bin. Bei der BHF-Bank schätzen sie den Kontakt zu ihrem Kundenberater. Die- se vertrauliche Beziehung ist ihnen enorm wichtig. Sie sehen gerne, dass ihre Berater Verantwortung tragen. Das genießt einen hohen Stellenwert und soll auch so bleiben. Entsprechend ist es unserem Management wichtig, die Berater zu halten. Unter anderem war ich deswegen auch in den Niederlassungen. Es galt, für eine gemeinsame Vision für die BHF-Bank zu werben.

Jahre der Ungewissheit: Die jüngere Geschichte der BHF-Bank