Beluga, Botox und Burberry Inflation erreicht Schweizer Superreiche

Während die Preise für Häuser und Yachten stiegen, sind Verbrauchsartikel für Millairdäre günstiger geworden

Während die Preise für Häuser und Yachten stiegen, sind Verbrauchsartikel für Millairdäre günstiger geworden Foto: Fotolia

Inflation war für Schweizer Milliardäre in den vergangenen Jahren kein Thema. Ganz im Gegenteil. Dank dem starken Schweizer Franken wurde das teure Leben immer günstiger. Nach der Abwertung der Währung durch die SNB ist damit nun Schluss.

Wie das Genfer Family Office Stonehage in der Neuausgabe seines „Stonehage Affluent Luxury Living Index“ (Salli) ermittelt hat, sind Luxusgüter teurer geworden. Vor allem bei Häusern, Kunst und Yachten bekamen die Superreichen die Inflation zu spüren.

Wer in Zürich ein Luxushaus zur Miete bewohnte, zahlte 12 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Etwas günstiger kamen die Mieter in Genf weg: Ihre Preissteigerungen betrugen lediglich 4 Prozent. Die Unterbringungskosten für eine durchschnittliche Schweizer Milliardärs-Familie stiegen laut dem Index um 6,8 Prozent.

Auch für ihre Yachten mussten Schweizer Superreiche dieses Jahr tiefer in die Tasche greifen. Die gute Nachfrage ließ die Preise um 5 Prozent steigen.

Das Genfer Opernhaus und das Jazz Festival in Montreux beließen ihre Preise hingegen unverändert.

Die Preise für Zigarren, Champagner und Spitzenweine brachen hingegen um 4 bis 11 Prozent ein. Insgesamt sind die Verbrauchsartikel der Luxus-Klasse um 4,7 Prozent günstiger geworden.

Auch Reisen im Topsegment wurden 5,6 Prozent billiger. Wer mit dem Privatjet reiste, zahlte sogar 9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Insgesamt kletterte der Salli für die Schweiz in den letzten zwölf Monaten bis Ende August 2011 um 1,2 Prozent. Der breitere Verbraucherpreisindex stieg derweil nur um 0,2 Prozent an. Somit nahmen die Preise für Güter und Dienstleistungen aus dem Luxussegment im Vergleich zur offiziellen Inflationsrate um mehr als das Sechsfache zu.

In den beiden vergangenen Jahren war das teure Leben in der Schweiz hingen um jeweils 6,2 Prozent günstiger geworden. Das war laut Stonehage vor allem dem starken Schweizer Franken zu verdanken.

Hintergrundinfo: In den Salli gehen rund 50 Güter und Dienstleistungen ein, die das Leben der Stonehage-Kunden bestimmen.