Franklin GCC Bond Fund Golfstaaten sind der Hoffnungsschimmer im Anleihenmarkt

Mohieddine Kronfol, Fondsmanager von Franklin GCC Bond Fund

Mohieddine Kronfol, Fondsmanager von Franklin GCC Bond Fund

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Hinweis: Diese Mitteilung des Unternehmens richtet sich ausschließlich an professionelle Investoren.

Der Tag dürfte in die Geschichte der Finanzmärkte eingehen: Am 14. Juni 2016 fiel die Rendite der viel beachteten zehnjährigen Bundesanleihe ist erstmals unter 0  Prozent. Das heißt, wer dem deutschen Staat an diesem Tag Geld für zehn Jahre lieh, muss dafür sogar noch etwas bezahlen. Vor allem für Sparer und Anleger von festverzinslichen Wertpapieren sind dies schlechte Nachrichten.

Ein Umdenken ist nötig – denn wer bereit ist auch international sein Geld anzulegen, kann durchaus noch vernünftige Renditen erzielen.

Ein Beispiel für eine alternative Region sind die arabischen Finanzmärkte. Trotz der sogenannten „Arabellion“, dem Erstarken des Islamischen Staates und dem Ölpreisverfall bietet diese Region interessante Anlagechancen – unter anderem im Anleihebereich. Mit dem Franklin GCC Bond Fund können Anleger an diesem zukunftsträchtigen Markt teilhaben. GCC steht für „Golf-Kooperations-Rat“ (Gulf Cooperation Council) und beinhaltet Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Kuwait, Oman und Bahrain.

Solide Fundamentaldaten und starkes Wirtschaftswachstum

In Zeiten in denen europäische Anleihen kaum noch eine Rendite hergeben, können Investmentgrade Rentenpapiere aus den oben genannten Golfstaaten im Schnitt 6  Prozent für vier Jahre Laufzeit bieten. Häufig geht eine solch hohe Rendite mit einem erhöhten Risiko einher, doch hier ist dies nicht der Fall.

Im Gegensatz zu internationalen Staatsanleihen und im speziellen zu Schwellenländeranleihen bieten die GCC-Papiere ein gutes Rendite-Risiko-Profil – im Vergleich zu den Schwellenländern bieten sie eine ähnliche Rendite bei nur rund einem Drittel des Risikos. Mit verantwortlich hierfür sind eine im internationalen Vergleich teilweise geringe Staatsverschuldung sowie hohe Währungsreserven.

Neben einer ansprechenden Rendite und soliden Fundamentaldaten bietet die Golfregion auch noch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. In den zehn Jahren zwischen 2006 und 2015 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um über 60 Prozent.

Im Vergleich dazu stieg das BIP in den Industrieländern um weniger als 20 Prozent. Besonders beeindruckend ist der Anstieg des BIP pro Kopf. Hier konnten die GCC-Länder einen Anstieg von fast 80 Prozent für sich verbuchen, während die Industrieländer keine 60 Prozent schafften. Auch im Vergleich mit der MENA-Region (Nahost und Nordafrika, Middle East and North Africa) schneiden die Golfstaaten deutlich besser ab.

GCC-Anleihen korrelieren kaum mit Ölpreis

Aktuell fristet der arabische Raum bei vielen Anlegern noch eine Art Schattendasein, doch bald könnte sich dies ändern. Neben der Öffnung der saudischen Finanzmärkte könnten auch zahlreiche Reformen in Folge des Ölpreisverfalls das Interesse internationaler Anleger wecken.

So will beispielsweise der saudische Vize-Kronprinzen Muhammad Bin Salman das Land unabhängiger vom Öl machen, weite Teile der Wirtschaft privatisieren und dafür internationale Investoren gewinnen. Diese Umorientierung der Wirtschaft weg vom Öl ist auch mitverantwortlich dafür, dass die Kursentwicklung der GCC-Anleihen kaum mit dem Ölpreis korreliert.

Die Lockerung der Regeln für ausländische Investoren könnte auch in Kürze zu einer Neugewichtung der MSCI Länderindizes führen. Heute ist der MENA-Raum für 3  Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Welt und für 7 Prozent des BIP in den Schwellenländern verantwortlich.

Im Welt-Index von MSCI macht der Raum aber nur 0,2 Prozent aus, im Schwellenländer-Index nur 2 Prozent. Die Region ist in den für viele Investoren wichtigen MSCI-Indizes somit massiv untergewichtet. Sollte sich dies ändern dürfte für viele Anleger kein Weg mehr an den aufstrebenden Golfstaaten vorbeiführen. Das wiederum dürfte deutliche Kursanstiege zur Folge haben.

„Wir rechnen mit Mittelzuflüssen in den arabischen Raum“

Das Team des Franklin GCC Bond Fund unter der Leitung des Fondsmanagers Mohieddine (Dino) Kronfol kauft vorwiegend fest- oder variabel verzinsliche Schuldtitel und Anleihen von staatlichen oder halbstaatlichen Emittenten oder Unternehmen in den Mitgliedsländern des Golf-Kooperationsrats.

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Um mögliche Kaufkandidaten ausfindig zu machen setzt das Investmentteam auf einen dreiteiligen Auswahlprozess. Neben einer makroökonomischen Länderanalyse sowie einer detaillierten Bottom-Up-Analyse der einzelnen Anleihen kommt auch noch eine quantitative Analyse, mit welcher hauptsächlich die Risiken betrachtet werden, zum Einsatz.