Umfrag zu Beratungsgebühren Deutsche wollen kein Geld für Beratung ausgeben

Das Interesse der Deutschen an Honorarberatung ist gesunken. Das geht aus einer repräsentativen Studie von AXA Investment Managers (AXA IM) und dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest hervor. Derzeit wäre rund ein Drittel der Deutschen bereit, direkt ein Honorar an einen Berater zu zahlen. 2010 wäre noch über die Hälfte dazu bereit gewesen.

Ein Großteil der Befragten (42 Prozent) bevorzugt die klassische Fondsgebühr, bei der Berater beim Verkauf eines Investmentfonds eine Provision erhalten. Etwa 12 Prozent können sich nicht zwischen der Fondsgebühr und der Honorarberatung entscheiden. „Es scheint, als würden die Deutschen weiterhin die klassische Zahlungsweise bevorzugen. Das kann damit zusammenhängen, dass der Sinn und die Vorteile einer Honorarberatung in Deutschland bisher noch nicht bekannt sind“, so Karin Kleinemas, Marketing-Chefin für Nordeuropa bei AXA IM.

Vertrauen in den Berater am wichtigsten

Ein weiteres Ergebnis der Studie besagt, dass Beratung beim Kauf eines Investmentfonds für die Deutschen weiterhin enorm wichtig ist. 91 Prozent der Befragten sagen das. Am wichtigsten ist dabei das Vertrauen in den Berater. Dies sagen insbesondere Fondsbesitzer und Menschen, die sich mit Finanzthemen bereits gut auskennen (jeweils 91 Prozent).

Ebenfalls gefragt war das Thema Fortbildung: 22 Prozent der Befragten würden etwas zahlen, um etwas über Finanzen zu lernen. Dies betrifft hauptsächlich Besserverdiener mit einem Haushaltsnettoeinkommen über 3.000 Euro (30 Prozent) und jene, die sich bereits sehr gut mit Finanzthemen auskennen (39 Prozent).