Auf dem Heimmarkt Barclays streicht 100 Jobs im Private Banking

Barclays plant die Entlassung von fast hundert Mitarbeitern im Welth-Management-Bereich in Großbritannien. Die Zahl der Kundenbetreuer soll von 275 auf etwa 180 zurückgehen, schrieb Barclays-Sprecher Will Bowen am Dienstag in einer E-Mail aus London. Die Banker, die bei Barclays für reiche Privatpersonen und Familien die Konten in Großbritannien führen, würden das Unternehmen wohl bis Februar verlassen.

“Wir ändern die Art, wie wir unsere wohlhabenden Kunden in Großbritannien betreuen, und infolgedessen werden eine Reihe von Positionen im Private Banking und im Support nicht mehr benötigt”, so Bowen. “Wealth Management und Investment Management werden weiterhin ein wichtiger Wachstumsbereich bei Barclays bleiben”, hieß es weiter.

Im September hatte eine informierte Person berichtet, Barclays streiche seine Dienstleistungen im Wealth-Management in mehr als hundert Ländern zusammen, um die Profitabilität zu verbessern. Die Zahl der Länder, in denen die Sparte Wealth & Investment Management aktiv ist, werde von rund 200 auf 70 verringert, und in Ländern, wo die Sparte keine Mitarbeiter oder Niederlassungen habe, werde kein Neugeschäft mehr angeworben. Barclays will außerdem Kunden mit einem investierten Vermögen von weniger als 500.000 Pfund (595.000 Euro) nicht mehr den selben Service bieten wie Millionären.

Den Streichungen im Private Banking, über die Citywire bereits am Montag berichtete, ging das Ausscheiden von Führungskräften voraus, darunter Emmanuel Fievet, ehemaliger Leiter Wealth Management für Großbritannien und Europa, und Stefanie Drews, die das Geschäft für äußerst vermögende Kunden mit Vermögen von mindestens 50 Millionen Pfund und Family Offices leitete. Patrick Ramsey, Leiter Schweiz, verließ die Bank im Juli.