Wegen Migration hin zu Hedgefonds Banken verlieren mehr Händler

Michael Pringle, Citigroups weltweiter Chef für Handel von Aktien in London, heuert bei Moore Capital Management an, wie Sprecher der Unternehmen bestätigten.

Das Morgan-Stanley-Team, geführt von Jason Mackay, wird nach Handelsmöglichkeiten außerhalb ihrer Bank Ausschau halten, wie Bloomberg aus Kreisen erfuhr.

Die Personalien bei den beiden Banken waren am Freitag dieser Woche bekannt geworden.

Neue aufsichtsrechtliche Bestimmungen seit der Finanzkrise haben die Migration der Top-Händler an der Wall Street hin zu Hedgefonds beschleunigt. Diese waren lange Zeit lediglich das Ziel von jenen Bankern, die risikoreichere Wetten eingehen und mehr Geld verdienen wollten.

Die Banken, die den Händlern einst größere Summen in die Hand gaben, um diese zu investieren, sagen nun, sie werden auf den Eigenhandel verzichten - und sich nur darauf konzentrieren, die Handelsaufträge von Kunden auszuführen. Und die Banken sind darüber hinaus dazu übergegangen, Boni meist in Form verzögerter Aktienzuweisungen zu zahlen.

“In den alten Zeiten haben sie sehr gut im Wettbewerb mit den Hedgefonds mitgehalten” sagte Joel Salomon, 49, ehemaliger Banker bei Citigroup, der inzwischen seinen eigenen Long-Short-Hedgefonds gegründet hat. “Doch angesichts des neuen regulatorischen Umfelds gibt es einen Trend hin zu länger verzögerter Vergütung.”

In den USA verbietet die so genannte Volcker-Regel den meisten Banken mehr oder weniger den Eigenhandel. Obwohl sie die neuen Vorschriften nicht vor dem kommenden Jahr befolgen müssen, haben viele Banken bereits entsprechende Unternehmensbereiche geschlossen oder abgespalten.

Morgan Stanley beispielsweise lagerte die Sparte Process Driven Trading in einen Hedgefonds aus. Citigroup schloss in 2012 den Bereich Equity Principal Strategies.