Kein Zusammenbrechen der Euro-Zone Superreiche setzen auf Europa-Aktien

Die meisten wohlhabenden Investoren sind gegenüber Europa positiver eingestellt als noch zu Beginn des Jahres. Das ergab eine Studie von J.P. Morgan Private Bank, bei der mehr als 600 Investoren aus den Kategorien „Ultra High Net Worth“ (UHNW) und „High Net Worth“ (HNW) im 16 europäischen Städten befragt wurden.

Auf die Frage, ob sich ihre Stimmung in Bezug auf Europa seit Anfang des Jahres verbessert hat, antwortete 70 Prozent der Befragten mit „ja“. 45 Prozent von ihnen erklärten zudem, als Folge dieser optimistischen Stimmung verstärkt in die Region investiert zu haben. In Hamburg und München lag dieser Anteil sogar bei 68 und 59 Prozent und in der spanischen Hauptstadt Madrid bei 60 Prozent.

Die Hälfte der befragten Investoren glaubt zudem, dass sich die Aktienmärkte in Europa am besten entwickeln werden. Noch vor einem Jahr äußerten nur 30 Prozent positive Erwartungen für europäische Aktien, während die meisten Investoren die größten Chancen in den USA und in Schwellenländern sahen. Der US-amerikanische Aktienmarkt wird aber auch weiterhin als attraktiv eingeschätzt. 23 Prozent der Befragten sehen hier gute Chancen.

Sorge um China, Hoffnung für Aktien

Auch die Sorge vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone hat abgenommen. Der Anteil der befragten Investoren, die dieses Risiko sehen, sank von 36 Prozent im vergangenen Jahr auf nunmehr 16 Prozent.

Zugenommen hat hingegen die Skepsis gegenüber China: 30 Prozent der Befragten gaben an, dass ein langsameres Wachstum in der Volksrepublik ihnen den größten Grund zur Sorge bereitet.

Als die Anlageklasse mit der erwarteten besten Performance in den kommenden zwölf Monaten nennen 48 Prozent der Befragten Aktien. 28 Prozent sehen in Private Equity den anderen Gewinner unter den Asset-Klassen im kommenden Jahr. Die verbleibenden 24 Prozent nennen Hedgefonds (9 Prozent), Rohstoffe (6 Prozent), High Yield (5 Prozent) und Investment Grade-Anleihen (4 Prozent).

Als die besten festverzinslichen Anlagen in den kommenden zwölf Monaten bezeichneten 35 Prozent der Investoren Schwellenländeranleihen und Absolute-Return-Konzepte im Anleihebereich. 19 Prozent der Befragten glauben, dass alle Anleihen-Investments in den kommenden zwölf Monaten negative Renditen bringen werden.