Studie des Instituts für Vermögensverwaltung Vermögensverwalter jagen Banken Kunden ab

Prof. Dr. Hartwig Webersinke leitet das Institut für Vermögensverwaltung.   | © InVV

Prof. Dr. Hartwig Webersinke leitet das Institut für Vermögensverwaltung. Foto: InVV

Das Institut für Vermögensverwaltung (InVV) hat seine Studie zur Lage der hiesigen Vermögensverwalter aktualisiert. Die mittlerweile fünfte Auflage der Befragung deckt mit gut 180 Befragten rund 45 Prozent der schätzungsweise 400 Vermögensverwaltungen hierzulande ab.

Zentrale Erkenntnis: Mehr als drei Viertel verzeichneten 2017 einen teils deutlichen Zuwachs bei der Zahl der Kunden und beim verwalteten Vermögen. Für die Zukunft erwarten die Befragten sogar noch bessere Geschäfte. 

Verwaltetes Vermögen dürfte weiter ansteigen

Der Optimismus gründet in der geschäftlichen Entwicklung der Branche: 2017 stieg das verwaltete Vermögen über alle Unternehmensgrößen hinweg bei 50 Prozent der Vermögensverwaltungen an. Dazu beigetragen haben die Aufstockungen von Bestandskunden und der Gewinn neuer Kunden, aber auch die Performance durch die Börsenentwicklung.

In 34 Prozent der Fälle war ein „starker Anstieg“ von mehr als 30 Prozent bei den Assets under Management (AuM) zu verzeichnen, in knapp neun Prozent blieben diese konstant. Einen Rückgang bei den AuM mussten lediglich sieben Prozent der Umfrageteilnehmer hinnehmen.  

Auffällig ist, dass Vermögensverwalter mit mehr als 500 Millionen Euro an AuM ihre Neukunden vor allem von Großbanken gewannen (78 Prozent). Kleinere Unternehmen profitierten insbesondere davon, dass Kunden von Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken ihr Geld umschichteten (durchschnittlich 52 Prozent).

Wichtig: Empfehlungen, Veranstaltungen und Pressearbeit

Neue Mandate gewinnen Vermögensverwalter vor allem durch die persönliche Empfehlung von zufriedenen Kunden - je nach Unternehmensgröße in 78 bis 97 Prozent der Fälle. Auch Veranstaltungen und die Einstellung von beziehungsweise Kooperation mit neuen Beratern sind erfolgversprechende Maßnahmen (durchschnittlich 22 Prozent, Mehrfachnennungen möglich).