Schwellenländer-ETFs Diese Minimal-Risiko-Strategien haben Potenzial

Diese Minimal-Risiko-Strategien haben Potenzial

Die Aktienmärkte der Schwellenländer zeigten 2015 bis in den Frühling 2016 hinein, warum sie nichts für schwache Nerven sind. Auf Sicht von fünf Jahren bleibt ein dünnes Plus von 3,4 Prozent in Euro, gemessen am MSCI Emerging Markets.

Doch gerade die jahrelange Seitwärtsbewegung 2011 bis 2014, der Mini-Aufschwung und das miese Jahr 2015 waren eine gute Gelegenheit für Minimum-Volatilität-Strategien. Sie konnten zeigen, was sie wert sind. Und das taten sie auch, was sie zu heißen Kaufkandidaten macht, wenn es wieder in Schwellenländer gehen soll.

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So lässt der MSCI Emerging Markets Minimum Volatility Index seinen großen Bruder um satte 30 Prozentpunkte hinter sich. Die Volatilität – in Euro – liegt um ein Fünftel niedriger. Der Volatilitäts-Index ist ein Auswahlindex und enthält jene Werte aus dem MSCI Emerging Markets mit den niedrigsten Kursschwankungen. Ende März waren es 254 von 835 Titeln.

Ebenfalls ihren Sinn erfüllt die Minimum-Varianz-Variante von Ossiam. Wobei die Volatilität über fünf Jahre sogar niedriger liegt als bei MSCI. Der Index enthält die liquidesten Aktien aus dem S&P Emerging Markets Index, zurzeit 123 von 400. Ein wichtiger Unterschied der ETFs liegt in ihrer Bauart.

Im synthetisch aufgebauten Ossiam-ETF sind neun der zehn größten Positionen Aktien aus Deutschland. Die gewünschte Index-Wertentwicklung kommt über den Swap ins Portfolio. iShares baut den Index dagegen wie gewohnt direkt nach, darf aber Teile des Portfolios verleihen.

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