Marktkommentar – Chinesische Aktien Die Chancen des neuen China nutzen

Der UBS Equity China Opportunity investiert in chinesische unterbewertete Unternehmen und setzt so auf effektives Wachstum | © Getty Images

Der UBS Equity China Opportunity investiert in chinesische unterbewertete Unternehmen und setzt so auf effektives Wachstum Foto: Getty Images

2016 ist kein einfaches Jahr für chinesische Aktien, ist Bin Shi schon länger überzeugt. Der Kursabsturz gleich in den ersten Wochen dieses Jahres bestätigt seine These. Chancen bieten sich aber dennoch. „China steht vor verschiedenen Herausforderungen. So will es die Wirtschaft neu ausrichten, seine Konjunktur stützen und Probleme wie die hohe Verschuldung und geringe Effizienz angehen“, sagt der Fondsmanager des UBS Equity China Opportunity.

Die strukturellen Reformen stellen China vor wirtschaftlich harte Zeiten. Zweistellige Raten beim Wirtschaftswachstum sind passé. Das offizielle Ziel liegt bis 2020 bei 6,5 Prozent pro Jahr. Um dies zu erreichen, stehen der Regierung diverse Geld- und fiskalpolitische Instrumente zur Verfügung. Im Frühjahr startete sie ein massives Infrastrukturprogramm, mehr als 600 Milliarden Euro sollen über drei Jahre investiert werden.

Langsameres Wachstum mit mehr Qualität

Das langsamere Wirtschaftswachstum muss sich allerdings nicht unbedingt negativ auf die Renditen am Aktienmarkt auswirken. „Zum Beispiel können die Schließung ineffizienter Unternehmen und der Abbau von Überkapazitäten zu einer höheren Eigenkapitalrendite führen, was für den Markt positiv sein könnte“, meint Shi. Und: „Wenn das Wachstum künftig nicht mehr auf Anlageinvestitionen, sondern stärker auf Dienstleistungen fußt, dürfte die Qualität des Wachstums zunehmen. Die wirtschaftliche Effizienz und in Folge die Cashflows und die Profitabilität dürften sich verbessern.“

Nach Ansicht des Fondsmanagers eröffnet der Wandel hin zu einer konsumorientierten Gesellschaft vor dem Hintergrund des verlangsamten Umsatzwachstums und der Marktvolatilität viele Anlagechancen. Diese will er in seinem Fonds nutzen und setzt daher vor allem auf Unternehmen aus Branchen, die von den Veränderungen profitieren. Zu diesen „New-China“-Sektoren zählt Shi das Gesundheitswesen, IT und Konsumgüter. „Mit dem steigenden Wohlstand erwarten wir nicht nur mehr Ausgaben im Konsumbereich, sondern auch im Gesundheitswesen.

Die Regierung weitet die Gesundheitsversorgung aus und steigert die Rückerstattung von Krankenhaus- und Medikamentenkosten. Wir sehen im Gesundheitssektor ein langfristiges Aufwärtspotenzial aufgrund der überdurchschnittlichen Gewinnaussichten“, erklärt Shi. Im IT-Bereich haben die Urbanisierung und die gestiegenen Löhne zu einer starken Verbreitung von mobilen Geräten in China beigetragen. E-Commerce, Mobile Games und soziale Netzwerke gewinnen an Popularität.

Sektoren des neuen China wachsen

Nicht nur die chinesische Wirtschaft ändert sich, auch am Aktienmarkt schlägt sich dieser Wandel nieder. Schon in den vergangenen Jahren ist der Anteil der klassischen „Old-China“-Branchen wie Grundstoffe, Energie und Industrie am MSCI China Index zurückgegangen, während der Anteil der New-China-Sektoren gestiegen ist. Die „alten“ Branchen kämpfen mit sehr hohen Verschuldungen, die „neuen“ Branchen hingegen setzen deutlich weniger auf Fremdkapital.

Noch ist der chinesische Aktienmarkt stark von staatlichen Unternehmen geprägt, den SOEs (State-Owned Enterprises). 2013 lag der Anteil privater Firmen im MSCI China nur bei knapp einem Viertel. Nach Schätzungen von UBS Asset Management dürfte dieser Anteil bis 2023 auf etwa 50 Prozent steigen. Da staatliche Firmen jedoch noch einen sehr großen Teil der Wirtschaft und des Marktes ausmachen, hält Bin Shi die Reform staatlicher Unternehmen für sehr wichtig. „Jede Verbesserung bei der Effizienz und Profitabilität wird sich deutlich auf die Wirtschaft und den Aktienmarkt auswirken. Es ist zwar unrealistisch zu erwarten, dass die meisten Staatsunternehmen sich zu Weltklasse-Unternehmen entwickeln, aber wir sehen durchaus großen Spielraum für Verbesserungen“, meint der Portfoliomanager.

Rechtliche Hinweise: Investitionen in die dargestellten Produkte sollten nur nach gründlichem Studium des jeweiligen aktuellen Verkaufsprospekts und der wesentlichen Anlegerinformationen erfolgen, die kostenlos schriftlich bei UBS Deutschland AG (Zahlstelle/Vertreter und ggf. Repräsentant für UBS-Fonds EU- und/oder ausländischen Rechts) bzw. bei UBS Asset Management (Deutschland) GmbH, Bockenheimer Landstraße 2-4, 60306 Frankfurt am Main angefordert werden können oder im Internet unter www.ubs.com/deutschlandfonds abrufbar sind.