„Global Wealth Reports“ der Allianz Globales Geldvermögen erreicht Rekordhoch

Das globale Brutto-Geldvermögen ist 2012 auf ein neues Rekordniveau von 111 Billionen Euro gestiegen. Das ist das Ergebnis des aktuellen „Global Wealth Reports“ der Allianz Suisse, dem Schweizer Arm des Versicherungskonzerns Allianz.

Demnach ist weltweit das Brutto-Geldvermögen im vergangenen Jahr um 8,1 Prozent gestiegen. Damit liegt das Wachstum 2012 deutlich über dem langfristigen, wechselkursbereinigten Durchschnitt (2001 bis 2012) von jährlich 4,6 Prozent. Größter Wachstumsfaktor waren die Aktienmärkte: Das in Form von Wertpapieren gehaltene Vermögen erzielte ein Plus von 10,4 Prozent.
Gleichzeitig stiegen die privaten Schulden weltweit um 2,9 Prozent an, die Schuldenquote sank um einen Prozentpunkt auf 65,9 Prozent. 2009, im ersten Jahr nach der Lehman-Pleite, lag sie noch bei 71,6 Prozent. Damit stieg das Netto-Geldvermögen (Brutto-Geldvermögen minus Verbindlichkeiten) sogar um  10,4 Prozent. Selbst im krisengeplagten Euroraum stieg das Netto-Geldvermögen um 7,2 Prozent und lag damit Ende 2012 erstmals wieder über dem Vorkrisenwert.
Doch auch diese insgesamt positive Entwicklung täuscht nicht darüber hinweg, dass sich innerhalb Europas die Vermögensschere immer weiter öffnet. Das durchschnittliche Netto-Geldvermögen in Griechenland liegt inzwischen bei nur noch 28 Prozent des Euroraum-Durchschnitts - vor der Krise lag dieser Wert noch deutlich über 50 Prozent. In Spanien ist er von 61 Prozent auf 44 Prozent im vergangenen Jahr gefallen.
Netto stiegen die Geldvermögen in der Schweiz um 7,4 Prozent. Langfristig gesehen ist die Bilanz allerdings wenig positiv: Im Durchschnitt ist das Netto-Geldvermögen pro Kopf von 2001 bis 2012 um lediglich 0,5 Prozent jährlich  gewachsen, womit das Vermögenswachstum sogar hinter die durchschnittliche Inflationsrate zurückfällt.
Schweiz: großes Vermögen, große Schulden