Zweiter deutscher Verein nach BVB Fußball-Drittligist will mit Börsengang Aufstieg finanzieren

Max Dombrovka (l.), hier im Zweikampf mit Osnabrücks Manuel Farrona Pulido, und die SpVgg Unterhaching peilen das Debüt auf dem Börsenparkett an. | © Getty Images

Max Dombrovka (l.), hier im Zweikampf mit Osnabrücks Manuel Farrona Pulido, und die SpVgg Unterhaching peilen das Debüt auf dem Börsenparkett an. Foto: Getty Images

Die Spielvereinigung Unterhaching geht an die Börse. In einer Finanzierungsrunde mit verschiedenen Investoren hat der Fußball-Drittligist das Eigenkapital um rund 4 Millionen Euro erhöht. Nach der Ausgliederung der Profimannschaft bis hin zur Jugendmannschaft U 16 im Dezember 2018 sei dies der erste Schritt an den Kapitalmarkt gewesen. Im Sommer 2019 soll nun der Gang an die Börse München erfolgen, um das solide finanzielle Fundament für die strukturelle und sportliche Weiterentwicklung zu schaffen. Die Emission wird von Portfolio Control begleitet.

Der Verein werde 50 Prozent der Anteile halten, Vereinspräsident Manfred Schwabl rund 16 Prozent, heißt es. Mit dem Gang an den Kapitalmarkt und den laufenden Einnahmen sichere sich der Münchner Vorort-Club den Etat für die kommenden drei Spielzeiten. Der Club wäre eigenen Angaben zufolge schuldenfrei. Zudem könnte man mit dem Geld weiter in das Nachwuchsleistungszentrum und das Stadion investieren sowie den Profi-Kader gezielt weiterentwickeln. Mittelfristig soll der Börsengang der Spielvereinigung helfen, bis zum Jahr 2022 den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu erreichen. 2017 feierte die Spielvereinigung mit dem Aufstieg in die 3. Liga ihre Rückkehr in den bezahlten Fußball.

Bislang ist nur ein einziger deutscher Verein am Kapitalmarkt vertreten: Der deutsche Vizemeister Borussia Dortmund war im Herbst 2000 als erster deutscher Fußballclub an die Börse gegangen. Der Ausgabepreis betrug 11 Euro, aktuell notiert die Aktie mit 8,30 Euro deutlich drunter.