Zwei, dreieinhalb und fünf Prozent Feste Ertragsziele bei Multi-Asset-Fonds von Franklin Templeton

Reinhard Berben, Geschäftsführer von Franklin Templeton in Deutschland und Matthias Hoppe, Lead-Portfoliomanager bei Franklin Templeton | © Franklin Templeton

Reinhard Berben, Geschäftsführer von Franklin Templeton in Deutschland und Matthias Hoppe, Lead-Portfoliomanager bei Franklin Templeton Foto: Franklin Templeton

// //

Reinhard Berben bringt es auf den Punkt. „Viele Anleger haben heute eine genaue Vorstellung davon, welche Rolle eine Fondsanlage in ihrem Vermögensaufbau spielen soll“, so der Geschäftsführer von Franklin Templeton in Deutschland. Die Investoren möchten also wissen, mit welchen Erträgen sie rechnen können, und das möglichst im Vorhinein.

Gleichzeitig reicht es offenbar nicht mehr aus, auf die langfristige Überlegenheit von Aktienanlagen zu verweisen. Laut einer Templeton-Umfrage möchten lediglich vier Prozent der Anleger länger als zehn Jahre warten, bis sich ihr Investment auszahlt. Gefragt sind stattdessen beständige Wertzuwächse auch über kürzere Zeitabschnitte.

Franklin Templeton hat aus diesen Bedürfnissen Konsequenzen gezogen. „Konkrete Fondsziele sollen Anlegern eine bessere Planbarkeit beim Vermögensaufbau ermöglichen“, betont Reinhard Berben. Die Gesellschaft nennt daher ab sofort Ertrags- und Volatilitätsziele für drei ihrer Multi-Asset-Fonds, die aber keine Garantie darstellen. Zugrunde gelegt werden dabei rollierende Zeiträume von drei Jahren. Zugleich wird das Anlagespektrum der Fonds erweitert. Damit einher gehen auch Umbenennungen der entsprechenden Produktnamen. Die Änderungen wurden zum 29. Juni 2015 umgesetzt. Das Management der  Multi-Asset-Fonds verantwortet weiterhin Matthias Hoppe, Lead-Portfoliomanager bei Franklin Templeton. 

Was sich genau ändert

Der Franklin Diversified Conservative Fund (LU1147470253; bisher Franklin Strategic Conservative Fund) strebt nach Abzug von Gebühren eine Rendite von 2,0 Prozent über dem Geldmarktsatz Euribor an. Die Schwankungsintensität (Volatilität) soll sich annualisiert bei drei bis fünf Prozent einpendeln.

Der Franklin Diversified Balanced Fund (LU1147469677; bisher Franklin Strategic Balanced Fund) strebt eine Rendite von 3,5 Prozent über Euribor nach Kosten an. Als Zielband für die Volatilität hat Franklin Templeton Werte zwischen fünf und acht Prozent definiert.

Für den Franklin Diversified Dynamic Fund (LU1147470766; bisher Franklin Strategic Dynamic Fund) nennt die Gesellschaft ein Renditeziel von fünf Prozent. Die Volatilität soll hier acht bis maximal elf Prozent betragen.

Erweitertes Anlagespektrum

Alle genannten Fonds investieren wie bisher direkt und indirekt über Derivate in Aktien, verzinsliche Wertpapiere und Geldmarktinstrumente. Als Neuerung erhält das Fondsmanagement die Möglichkeit, indirekt auch alternative Anlagen wie Immobilien, Infrastruktur und Rohstoffe beizumischen. Die Fonds werden zudem Derivate nicht nur zur Absicherung, sondern auch zu Investmentzwecken nutzen dürfen.

Hintergrund: Portfoliomanager Matthias Hoppe legt Wert auf ein umfassendes Risikomanagement: „Eine breite Streuung der Anlagen allein reicht nicht mehr aus, um ein Portfolio gut zu diversifizieren. Unser Ansatz basiert darauf, über verschiedene Risikofaktoren zu streuen anstatt nur oberflächlich über einzelne Anlageklassen.“

Zielausschüttung für einen vierten Multi-Asset Fonds  

Eine weitere Änderung betrifft den Franklin Global Multi-Asset Income Fund (LU0909060468; bisher Franklin Multi-Asset Income Fund) von Matthias Hoppe. Dieser Fonds soll zukünftig mit der Hälfte der Volatilität des Aktienmarkts gemanagt werden. Außerdem wird Franklin Templeton jeweils am Jahresanfang eine Zielausschüttung für den Fonds nennen. Nach aktuellem Stand wird hier aktuell ein Wert von fünf Prozent angestrebt. Damit richtet sich der Franklin Global Multi-Asset Income Fund an ertragsorientierte Investoren, die regelmäßige Auszahlungen wünschen.