Zukunftsatlas Der Süden bleibt Spitze, der Osten holt auf

Zukunftsatlas: Der Süden bleibt Spitze, der Osten holt auf

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Wenn es um Zukunftsfähigkeit geht, gelingt es dem Norden und Westen weiterhin nicht, den starken Süden einzuholen. Das ist das Ergebnis des Zukunftsatlas 2016. Das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos bewertet alle drei Jahre die Zukunftsfähigkeit aller 402 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland.

Der Landkreis München und die Stadt München sind auch dieses Jahr nicht zu schlagen. Sie sind seit der ersten Analyse immer Spitze. Zudem haben sich insbesondere ostdeutsche Großstädte gut entwickelt. Beispielsweise Dresden, Potsdam und vor allem Leipzig, welches sich seit 2004 von Platz 334 auf Platz 137 um knapp 200 Plätze verbessert hat. Auch Chemnitz, Erfurt und Weimar holen auf, obwohl große Teile Ostdeutschlands weiter zurück fallen.

Schlecht sieht es der Studie zufolge allerdings in vielen ländlichen Regionen in Ostdeutschland aus. Schlusslicht der Rangliste ist der Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt, ihm folgen acht weitere Kreise im Osten. Wenig rosig sieht es seit 2004 auch im äußersten Westen aus: Der Landkreis Kaiserslautern ist einer der großen Absteiger: Er stürzte von Rang 85 auf Platz 309 ab. Städte wie etwa Krefeld (Rang 335), Zweibrücken (Rang 317) und Dortmund (Rang 283) haben ebenfalls das Nachsehen.

Größter Aufsteiger der Regionen ist Berlin. Die Bundeshauptstadt hat sich im Vergleich zum Zukunftsatlas 2013 um 110 Plätze verbessert und landet aktuell auf Platz 114.

Jeder Kreis wird in den Bereichen Demografie, Wohlstand und Soziale Lage, Arbeitsmarkt sowie Wettbewerb und Innovation analysiert. „Das doppelte Gefälle zwischen West und Ost sowie Süd und Nord bleibt unverändert“, sagt Prognos-Projektleiter Peter Kaiser. „Umso bemerkenswerter ist, dass immer mehr ostdeutsche Großstädte sich gut entwickeln“.