Zu hoher Regulierungsaufwand Digitaler Vermögensverwalter gibt Schweiz-Geschäft auf

Schweizer Flagge am Genfer See: Die Regulierungspakete Fidleg und Finig bringen Unruhe in den eidgenössischen Markt für Finanzdienstleister. Für den deutschen Robo-Advisor Scalable Capital Grund genug, sein Geschäft vor Ort einzustellen. | © Getty Images

Schweizer Flagge am Genfer See: Die Regulierungspakete Fidleg und Finig bringen Unruhe in den eidgenössischen Markt für Finanzdienstleister. Für den deutschen Robo-Advisor Scalable Capital Grund genug, sein Geschäft vor Ort einzustellen. Foto: Getty Images

Scalable Capital stellt sein Schweiz-Geschäft ein. Das teilt der digitale Vermögensverwalter in einem E-Mail-Schreiben seinen Kunden mit, berichtet die Schweizer Zeitung „Finanz und Wirtschaft“. Grund sind dem Bericht zufolge das Finanzdienstleistungsgesetz (Fidleg) und Finanzinstitutsgesetz (Finig). Die beiden Regulierungspakete ermöglichten es Scalable nicht weiter, Dienstleistungen für Kunden mit Schweizer Wohnsitz anzubieten. Der Schweizer Bundesrat hatte die Gesetze in seiner Sitzung am Mittwoch dieser Woche per 1. Januar 2020 in Kraft gesetzt.

„Die Veränderungen würden einen unverhältnismäßig hohen Aufwand für uns verursachen“, präzisiert Scalable auf Anfrage von „Finanz und Wirtschaft“. Zu Beginn des Jahres 2018 wagte der Robo-Advisor den Schritt in die Schweiz. Wie hoch Anzahl und verwaltete Vermögen der eidgenössischen Kunden sind, darüber gaben die Münchner auf Nachfrage der Schweizer Zeitung keine Auskunft. Offenbar ist geplant, im Dezember die Wertpapiere zu verkaufen und die Vermögen an die Kunden auszuzahlen.