Zielgröße erreicht UBS schließt Niederlassungen in Bremen und Nürnberg

Die UBS gibt die Deutschland-Standorte Bremen und Nürnberg zum Jahresende auf. Beide waren erst im Januar 2007 (Bremen) und Oktober 2008 eröffnet worden. Betroffen sind Wealth-Management-Kunden sowie 13 UBS-Mitarbeiter, darunter acht Kundenberater. Kunden werden laut UBS-Mitteilung künftig von den Standorten Hamburg (Bremer Kunden) und München (Nürnberger Kunden) mitbetreut.

Mit der Aufgabe der beiden Standorte habe die UBS in Deutschland die von ihr angestrebte Größe des Niederlassungsnetzes erreicht, heißt es von der Schweizer Großbank. Seit 2012 gab es bereits mehrere Standortschließungen, Bremen und Nürnberg sind die Nummern fünf und sechs. Ab Anfang 2015 wird die UBS vermögende Privatkunden nunmehr von Berlin, Bielefeld, Frankfurt, Hamburg, Köln, Düsseldorf, München und Stuttgart aus betreuen.

Trotz der Verkleinerung des Filialnetzes bekennt sich die Bank weiterhin zum deutschen Markt, der einer der Kernmärkte in Europa sei, wie es in der UBS-Mitteilung heißt. Das Bankhaus hat zwischen 2011 und 2013 das von ihr verwaltete Wealth-Management-Vermögen in Deutschland nach eigenen Angaben um 16 Prozent auf 27,3 Milliarden Euro ausgebaut. Davon ausgenommen sind die institutionelle Vermögensverwaltung, inklusive aber lateinamerikanische Vermögen, welche die UBS dem Deutschland-Geschäft zurechnet.

Die Standort-Aufgabe scheint tatsächlich Teil einer Umstrukturierung zu sein, denn es gibt auch Zuwächse. In München beispielsweise hatte die UBS erst zu Jahresbeginn ein von Morgan Stanley kommendes Team für die Betreuung hochvermögender Privatkunden (Ultra High Net Worth) und Family Offices eingestellt. Ebenfalls zu Jahresbeginn war ein vierköpfiges Team von Credit Suisse zur UBS nach Düsseldorf gewechselt. Zur angekündigten Neuausrichtung zählen neben der Konzentration des Standortnetzes auch gezielte Investitionen, heißt es dazu von der Bank.