Zehn-Punkte-Plan So investieren Family Offices kosteneffizienter

Uwe Rieken (li.) und Thomas Racky sind Geschäftsführer der als Gemeinschaftsunternehmen von Hosak Racky & Partner und Faros Consulting gegründeten Strategic Family Office Advisors.

Uwe Rieken (li.) und Thomas Racky sind Geschäftsführer der als Gemeinschaftsunternehmen von Hosak Racky & Partner und Faros Consulting gegründeten Strategic Family Office Advisors. Foto: Strategic Family Office Advisors

Wer nach dem Verkauf eines Familienunternehmens oder als Erbe privater Großvermögen ein eigenes Family Office gründen will, muss zuvor einige strategische Fragen beantworten: Möchte ich mich selbst im Family Office persönlich engagieren oder lieber auf Experten zugreifen? Welche Renditeanforderungen sollen bei welchem Risiko und welchem Anlagehorizont erfüllt werden? Sind eventuell gegenläufige Interessen von Familienmitgliedern unter einen Hut zu bringen? Und last but not least: Welche Kosten sind mit der Gründung und dem Betrieb eines Single Family Offices verbunden?

Es liegt in der Natur der Sache, dass kaum ein Single Family Office einem anderen gleicht. Doch gibt es generelle Aussagen dazu, welche Kosten anfallen und welche Optimierungschancen genutzt werden können.

Zwei Kostenblöcke im Fokus

Es gibt zwei Kostenblöcke, die alle Inhaber von Family Offices berücksichtigen müssen: erstens die Strukturkosten des Family Offices und zweitens die impliziten Kosten der Kapitalanlage selbst. Über die Vermögensbewirtschaftung hinausgehende „Concierge-Services“ bleiben in diesem Beitrag im Interesse einer besseren Vergleichbarkeit unberücksichtigt.

Die Strukturkosten umfassen alle Kosten für den Aufbau und den Unterhalt des Family Offices – also Personal- und Sachkosten sowie Kosten für externe Dienstleister, wie beispielsweise Rechts- oder Steuerberater. Zu den Anlagekosten zählen alle mit den Kapitalanlagen zusammenhängenden Kosten, wie Management-, Transaktions- und Verwaltungsgebühren.