Zahlenwerk Quirin Bank verdient prächtig – und will im Ausland wachsen

Quirin-Niederlassung am Kudamm in Berlin

Quirin-Niederlassung am Kudamm in Berlin

Die Quirin Bank hat im ersten Halbjahr einen Überschuss von knapp 2,9 Millionen Euro erwirtschaftet. Damit habe das auf Honorarberatung spezialisierte Institut ihr Ergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahr nahezu verdreifacht, teilte das Institut mit.

Zur guten Ergebnisentwicklung haben sowohl das Privatkundengeschäft als auch die Unternehmerbank beigetragen. Damit hat das Geldhaus den in den Anfangsjahren angehäuften Verlustvortrag getilgt, womit neun Jahre nach der Gründung erstmals eine Dividende möglich wäre, schreibt die „Börsen-Zeitung“. Vor Steuern beträgt die Eigenkapitalrendite der Bank 7,9 Prozent.

Matthäus Schmidt, Chef der Quirin Bank, kündigte an, dass die auf Normalverdiener zugeschnittene Tochter Quirion ins Ausland expandieren will. Die vor nicht ganz zwei Jahren installierte Online-Anlageplattform mit ihrer standardisierten Vermögensverwaltung betreut inzwischen 500 Kunden mit einem Volumen von 20 Millionen Euro.

Im herkömmlichen Private Banking wurde das verwaltete Vermögen um 0,2 Milliarden Euro auf 3,2 Milliarden Euro ausgebaut. Zu den etwa 9.600 Kunden zählen allerdings auch 440 Vermögende der Niederlassung Berliner Effektenbank, die mit ihren Assets von knapp 500 Millionen Euro zum Jahreswechsel zur Tradegate Wertpapierhandelsbank wechseln werden.