Deutschland steht bei der Quote selbstgemachter Milliardärsvermögen nicht gut da. Laut aktuellen Forbes-Daten, die die Digitalagentur Datapulse ausgewertet hat, erwitschafteten lediglich 25 Prozent der deutschen Milliardäre ihr Vermögen selbst. Damit belegt Deutschland den letzten Platz unter allen Ländern mit mindestens zehn Milliardären.
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Deutschland steht bei der Quote selbstgemachter Milliardärsvermögen nicht gut da. Laut aktuellen Forbes-Daten, die die Digitalagentur Datapulse ausgewertet hat, erwitschafteten lediglich 25 Prozent der deutschen Milliardäre ihr Vermögen selbst. Damit belegt Deutschland den letzten Platz unter allen Ländern mit mindestens zehn Milliardären.
Die Zahlen verdeutlichen ein strukturelles Phänomen: Während weltweit 67 Prozent der sehr Wohlhabenden (UHNWIS) ihr Vermögen selbst aufgebaut haben, dominiert in Deutschland das geerbte Vermögen. Von den 171 deutschen Milliardären sind 129 durch Erbschaft zu ihrem Reichtum gekommen, 42 gelten als Selfmade.
Internationale Spitzenreiter setzen auf Eigeninitiative
Die Gegensätze bei den weltweiten Supervermögen könnten kaum größer sein. Russland und China führen die internationale Rangliste mit jeweils 97 Prozent Selfmade-Milliardären an. Das Vereinigte Königreich folgt mit 89 Prozent.
Milliardäre: Erben vs. Selfmade nach Ländern
Globale Übersicht
Die Entwicklung in Transformationsländern ist dabei auffällig. So entstanden in Russland nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion neue Vermögen durch Privatisierungen und Rohstoffgeschäfte. China profitierte seit den 1980er Jahren von einer Marktöffnung, die auch chinesischen Unternehmern neue Möglichkeiten bot.
Europäische Nachbarn zeigen ein gemischtes Bild
Selbst die europäischen Länder untereinander weisen unterschiedliche Muster auf. Italien erreicht mit 36 Prozent einen höheren Selfmade-Anteil als Deutschland, bleibt aber ebenfalls unter dem weltweiten Durchschnitt. Belgien (27 Prozent) und Spanien (26 Prozent) liegen nach Zahl ihrer Selfmade-Milliardäre nur knapp über Deutschland.