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Worst- oder Best-Case? Drei Szenarien für die Weltwirtschaft

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Immobilienmarkt wird USA weiterhin stützen

Wir erwarten nicht, dass es in den USA zu einer Rezession kommt, unter anderem weil der Immobilienmarkt weiter wachsen wird. Ein Grund dafür ist, dass der Wohnungsbau nicht mit der demographischen Entwicklung Schritt halten kann. Und es gibt eine Nachfrageflaute, die beendet werden könnte, wenn die Banken etwas weniger restriktiv bei der Kreditvergabe wären.

Derzeit werden in den USA zwischen 1,2 und 1,3 Millionen Wohnungen pro Jahr gebaut – doch der  Bedarf liegt bei rund 1,5 Millionen, um zumindest den Bevölkerungszuwachs und die Zahl der Abrisse aufzuwiegen. Es würde daher helfen, dem Wohnungsbau unter die Arme zu greifen.

3. Das Best-Case-Szenario: Stabilisierung noch in 2016

Im Optimalfall für die Weltwirtschaft verliefe die Rezession in Großbritannien sehr mild, wenn es überhaupt dazu käme, und das Wachstum würde bereits im ersten Halbjahr 2017 wieder zurückkehren. Derselbe Mechanismus würde für die Eurozone gelten. Zum Jahresende 2016 oder zu Jahresbeginn 2017 würde sich die Konjunkturentwicklung stabilisieren oder sogar leicht ansteigen.

Das positive Szenario bedeutet auch, dass wir uns im Hinblick auf China irren und dass die Besserung, die wir auf dem Wohnungsmarkt gesehen haben tatsächlich haltbarer ist, als wir erwarten. Das würde bedeuten, dass die Verkaufsaktivität, die um 30 bis 35 Prozent gestiegen ist, hoch genug bleibt, um die großen Bestände an unverkauften Wohnungen – insbesondere in den kleineren Städten und Ortschaften – abzubauen.

In diesem Szenario verzeichnet der Wohnungsbau eine flache Entwicklung oder steigt sogar, anstatt zu sinken. Das würde insgesamt zu einem besseren Wachstum der chinesischen Wirtschaft führen als erwartet.

USA als Gewinner der milden Rezession

Im Best-Case-Szenario für die USA würden die Banken an der Politik der lockeren Immobilienkreditvergabe festhalten und die Ölindustrie wieder auf die Beine kommen – nachdem das Schlimmste überstanden ist.

Diese Option bedeutet auch, dass sich die internationalen Unternehmen an den stärkeren US-Dollar anpassen und dass vor allem der Wohnungsmarkt angekurbelt wird. In diesem Fall würden der Wohnungsbau und damit auch die Immobilienpreise kräftiger steigen, als wir erwartet haben.

Insgesamt führte dieses Szenario zu einer starken US-Wirtschaft. Die US-Notenbank würde die Zinsen dann schneller anheben als erwartet – vielleicht sogar spät im dritten oder zu Beginn des vierten Quartals 2016.