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Impact Investments von Artemis Wohlstand geht auch ohne Treibhausgase

Wohlstand geht auch ohne Treibhausgase

Foto: Artemis Investment Management

Artemis Funds (Lux) – Positive Future investiert nicht in Unternehmen, die fossile Brennstoffe fördern. Denn diese sind die Gegenspieler all jener, die sich für das Klima stark machen. Die Erwartung unserer Kunden, dass wir solche Unternehmen bei der Zusammenstellung unseres Portfolios ausschließen, ist also begründet und absolut nachvollziehbar.

Zuletzt zeigten die Ölkonzerne eine deutliche Outperformance. Wir denken jedoch, dass es der mittel- bis langfristigen Wertentwicklung unseres Portfolios zugutekommen wird, wenn wir diese Titel nicht halten. Weltweit werden im Rahmen des rechtlich bindenden Pariser Abkommens unterschiedliche Maßnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung ergriffen. Die Lage der Ölriesen wird vor diesem Hintergrund immer prekärer.

Ohne fossile Brennstoffe kein Wirtschaftswachstum?

Der fossile Energiesektor möchte uns glauben machen, dass seine Produkte der Schlüssel zu wirtschaftlicher Entwicklung sind.

Die Vorstände in den Unternehmen und die Lobbyisten vertreten den Standpunkt, dass die Förderung fossiler Brennstoffe erhöht werden muss, um Menschen weltweit aus der Armut zu befreien. Sie argumentieren: Wir enthalten rund drei Milliarden Menschen die Früchte des Wirtschaftswachstums vor, wenn es uns nicht gelingt, die enormen Reserven an fossilen Brennstoffen unseres Planeten zu nutzen.

Ihr Narrativ: Der Westen kann sich nach mehr als einem Jahrhundert, in dem er durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas zu Reichtum gekommen ist, nun den Luxus von CO2-Neutralität leisten. Doch er handelt heuchlerisch, indem er nach einer weltweiten Begrenzung des Einsatzes von fossilen Brennstoffen strebt und den Entwicklungsländern somit ein Privileg versagt, das er selbst längst genießt.

In der Argumentation des fossilen Energiesektors steckt implizit die Idee, dass es einen unvermeidbaren Zielkonflikt gibt. Das heißt: Dass für wirtschaftliche Entwicklung die Nachteile des Einsatzes fossiler Brennstoffe in Kauf zu nehmen sind. Motivation für die Entscheidungsträger in den Rohstoffunternehmen ist die Steigerung von Umsatz und Produktion. Ihr Versuch, den CO2-Ausstoß mit Wohlstand zu verknüpfen, ergibt also durchaus Sinn.

Erneuerbare Energien werden immer wettbewerbsfähiger

Dass die Erderwärmung einige der ärmsten Länder der Welt unverhältnismäßig hart trifft, ist hinreichend belegt. Doch davon einmal abgesehen, ist die Argumentation der Rohstoffunternehmen zynisch und entbehrt jeder Grundlage. Es ist schwer nachzuvollziehen, wie der Zusammenhang zwischen der Verwendung fossiler Brennstoffe und der wirtschaftlichen Entwicklung aufrechterhalten werden kann. Schließlich lässt sich klar zeigen, dass erneuerbare Energien Jahr für Jahr wettbewerbsfähiger werden. Die Verbindung zwischen dem Ausstoß von Treibhausgasen und wirtschaftlichem Wachstum erweist sich als immer weniger belastbar, je günstiger Windkraft, Solarenergie, grüner Wasserstoff und Batteriespeicher werden.

Grafik: Kosten für erneuerbare Energien

Quelle: University of Oxford, Institute for New Economic Thinking, mit vorheriger Genehmigung wiedergegeben.

Der aktuelle Bericht des oft als Weltklimarat bezeichneten Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) legt ebenfalls nahe, dass Wirtschaftswachstum und reduzierte Kohlenstoffdioxidemissionen miteinander vereinbar sind. In der final abgestimmten Zusammenfassung des sechsten Sachstandsberichts findet sich folgender wichtiger wissenschaftlicher Befund:

„Nachfrageseitige Maßnahmen und neue Arten der Bereitstellung von Dienstleistungen für die Endnutzung können die globalen Treibhausgasemissionen in den Endnutzungssektoren bis 2050 um 40 bis 70 Prozent gegenüber den Basisszenarien senken, während einige Regionen und sozioökonomische Gruppen zusätzliche Energie und Ressourcen benötigen. Nachfrageseitige Minderungsoptionen sind mit der Verbesserung des grundlegenden Wohlergehens für alle vereinbar.“

In anderen Worten: Menschen fragen Dienstleistungen nach, nicht Rohstoffe. Diese sind nur insoweit nützlich, als sie die Bereitstellung von – momentan nicht vorhandenen – Dienstleistungen unterstützen. Zwar besteht in einigen Regionen eine echte Notwendigkeit, den Dienstleistungskonsum zu erhöhen. Dies kann aber weniger treibhausgasintensiv erfolgen als in den aktuellen Basisszenarien angenommen.

Ein höherer Energiekonsum ist also ganz offenkundig keine Voraussetzung für eine gerechtere Wohlstandsverteilung.

Energieverbrauch steigt mit dem Einkommen

Laut IPCC-Bericht steigt der Verbrauch mit dem Einkommen: Gerade einmal 10 Prozent der Weltbevölkerung sind für die Hälfte des weltweiten Energiekonsums verantwortlich. Erhebliche Entwicklungs- und Wohlfahrtsgewinne können sich einstellen, wenn Energieverbrauch und CO2-Emissionen lediglich moderat zunehmen. Beschleunigt sich hingegen der Anstieg, kommt es tendenziell zu einer Entkopplung von Wachstum und Emissionen.

So liegt der CO2-Ausstoß pro Kopf in den USA mit rund 60 Prozent deutlich über dem in Deutschland. Beide Länder befinden sich aber in etwa auf demselben Entwicklungsstand. Überdies ist die Energieintensität sowohl in Deutschland als auch in den USA rückläufig. Dieses Muster lässt sich im Übrigen weltweit beobachten.

Besonders in Europa hat in den vergangenen 15 Jahren eine Entkopplung des Kohlendioxidausstoßes und des Wirtschaftswachstums stattgefunden (siehe Grafik).

Grafik: Wachstum steigt, Emissionen sinken

Quelle: Statista/Breakthrough Institute

Es ist also inkohärent zu behaupten, dass die Ziele des fossilen Energiesektors in gewisser Weise mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen verknüpft werden können. Höhere Emissionen sind nicht mit nachhaltiger Entwicklung vereinbar. Dies zeigt die Analyse in Kapitel 5 des IPCC-Berichts sehr deutlich.

„Wirtschaftliches Wachstum geht in gerechten Gesellschaften mit niedrigeren Emissionen einher als in ungerechten Gesellschaften; Einkommensungleichheit ist mit höheren globalen Emissionen verbunden.“

Auch wenn wir all diese Belege für einen Moment ignorieren: Es steht fest, dass die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel für die kohlenstoffintensiven Sektoren am größten sein werden. So kann auf gesellschaftlicher Ebene entschieden werden, CO2-Gutschriften zu verteuern. Und außerdem dürfte uns das Klima selbst zur Kasse bitten, wenn die Betriebskosten steigen. Immerhin befinden sich 47 Prozent der weltweiten Wärmekraftwerkskapazitäten – vor allem Kohle, Gas und Kernkraft – laut World Resources Institute in Gebieten, die unter Wasserknappheit leiden.

Halten wir also an den fossilen Brennstoffen als Motor für unsere Volkswirtschaften fest, erhöhen sich die langfristigen Energiekosten sogar noch, und die Entwicklungsländer werden abgehängt. Es gibt keinen Zielkonflikt zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und verringertem CO2-Ausstoß – auch wenn Ölunternehmen uns glauben machen wollen, dass das eine nicht ohne das andere funktioniert. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Wenn wir die Umstellung auf erneuerbare Energieträger beschleunigen, kann dies zu einem positiven Gesamtergebnis für die ganze Welt führen.

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Artemis Funds (Lux) – Positive Future

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