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Lazard Asset Management Wird 2024 das Jahr der Wandelanleihe?

Foto: Lazard Asset Management

Emmanuel Naar,
Portfoliomanager und Analyst
im Team für globale Wandelanleihen
bei Lazard Asset Management

„In den letzten zwei Jahren war die Performance von Wandelanleihen eher enttäuschend“, so Emmanuel Naar, Portfoliomanager und Analyst im Team für globale Wandelanleihen bei Lazard Asset Management. So lasteten einerseits die steigenden Zinsen auf der Rentenseite, andererseits die Underperformance von kleinen und mittelgroßen (Wachstums)unternehmen, welche zu den Hauptemittenten von Wandelanleihen gehören, auf der Aktienseite. Auf der Aktienseite kam erschwerend hinzu, dass sich die gute Performance hauptsächlich auf eine kleine Anzahl erfolgreicher Firmen konzentrierte (die glorreichen Sieben). Diese Mega-Caps gehören nicht zu dem Universum der Wandelanleihen.

Drei Gründe sprechen aktuell für Wandelanleihen

1.       Gute Aussichten auf der Aktienseite

Ein Großteil der Emittenten von Wandelanleihen seien US-amerikanische Small- und Mid-Caps, wobei der Schwerpunkt im Growth-Bereich liege. Deren Entwicklung habe zuletzt nicht mit der Outperformance der großen US-Techwerte mithalten können. Vergleiche man den Russell 2000 Growth Index, der ein guter Indikator für die Performance der Wandelanleihen-Emittenten sei, mit dem S&P 500 Index, zeige sich eine deutlich unterdurchschnittliche Performance von Small- und Mid-Cap-Growth-Titeln in den letzten drei Jahren. „Der S&P 500 Index profitierte vor allem von der signifikanten Outperformance der ‚Magnificent Seven‘: Apple, Nvidia, Alphabet, Meta, Amazon, Tesla und Microsoft. Im Gegensatz dazu sind die typischen Emittenten von Wandelanleihen aktuell noch weit davon entfernt, ihre Allzeithochs zu erreichen“, erklärt Naar. „Damit bieten Small- und Mid-Caps großes Aufholpotenzial.“ Zumal US-Small und Mid-Caps in den letzten drei Jahren ihre Gewinne stetig hätten steigern können, so Naar. Kleine und mittlere US-Unternehmen seien derzeit im Vergleich zu den Large-Caps sowie wegen des beträchtlichen Gewinnwachstums günstig bewertet.

2.     Rückkehr der Renditen auf der Anleihenseite

Jahrelang seien die Hauptargumente für Wandelanleihen gewesen, dass sie aufgrund ihrer hybriden Struktur Anlegern ermöglichen würden, an steigenden Aktienmärkten teilzuhaben, bei gleichzeitigem Schutz vor fallenden Märkten, und dass sie Anlegern Exposure gegenüber dynamischen und innovativen Unternehmen böten. Die Rendite sei hingegen kein entscheidender Faktor für die Performance der Assetklasse gewesen. Dafür sei sie zu niedrig gewesen.

Das habe sich geändert: „Die Renditen sind zurückgekehrt.“, sagt Naar. „Das gilt insbesondere für das Technologiesegment der Wandelanleihen. Hier sehen wir, dass über 36 Prozent der Anleihen im IT-Sektor eine Rendite zwischen 5 und 10 Prozent bis zur Fälligkeit bieten und weitere 4 Prozent eine Rendite von mehr als 10 Prozent. Zusammengenommen bedeutet dies, dass mehr als 40 Prozent der Wandelanleihen im IT-Sektor eine Rendite von mehr als 5 Prozent bieten. Dieser starke Carry ermöglicht es uns auch in Märkten ohne klare Richtung Performance zu erzielen.“

Zwar hätten die Renditen auch bei anderen Renteninvestments angezogen, jedoch nicht im gleichen Umfang. Vergleiche man US-Wandelanleihen, die nicht mit Investment-Grade eingestuft sind, mit herkömmlichen US-Unternehmensanleihen, so stelle man einen erheblichen Creditspread-Aufschlag fest. US-Wandelanleihen würden um 313 Basispunkte höhere Creditspreads als BB-geratetete US-Unternehmensanleihen aufweisen.

3.       Geringere Risiken trotz hoher Creditspreads

Ein solcher Aufschlag deute normalerweise auf ein erhöhtes Ausfallrisiko hin. Im Gegensatz dazu seien Wandelanleihen in der Vergangenheit jedoch viel seltener ausgefallen als Hochzinsanleihen, das Risiko sei um 44 Prozent geringer. Emmanuel Naar konkretisiert: „Insbesondere in Rezessionszeiten wie 2001, 2009 oder 2020 lagen die Ausfälle bei Wandelanleihen bei höchsten 5 Prozent und damit deutlich niedriger ist als im High-Yield-Bereich. Dort können die Ausfälle auf über 10 Prozent ansteigen.“

Der Experte erklärt sich dieses Phänomen mit dem Umstand, dass die Emittenten von Wandelanleihen meist nicht geratet seien. „52 Prozent der Wandelanleihen haben auf Emittenten-Ebene kein Rating“, sagt Naar. Das bedeute jedoch nicht, dass die Unternehmen schwach seien. Airbnb beispielsweise, ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 80 Milliarden US-Dollar, weise in der Analyse von Naar und seinen Kollegen eine hohe Bonität auf und verfüge dennoch über kein Rating einer Agentur. Die fehlenden Ratings seien vielmehr ein Merkmal des Wandelanleihenmarktes: „Wandelanleiheninvestoren verlangen in der Regel kein Rating, also vermeiden die Emittenten die Kosten dafür“, so Naar. Zudem emittierten rund 61 Prozent der Emittenten ausschließlich Wandelanleihen und bräuchten das Rating dementsprechend nicht für andere Anleiheformen. So komme es, dass sowohl Rating-Agenturen als auch traditionelle Kreditanalysten einen erheblichen Teil des Markts nicht im Blick hätten. „Dieses Informationsdefizit führt unserer Meinung nach zu diesem hohen Bewertungsabschlag und schafft einen fruchtbaren Boden für aktive Wandelanleiheansätze, die sich wie wir stark auf die Fundamentalanalyse konzentrieren“, erklärt der Portfoliomanager.   

Ausblick 2024

Mit Blick nach vorn ist Naar optimistisch. Die letzten beiden Jahre seien schwierig gewesen: Im Jahr 2022 seien alle Performancetreiber der Assetklasse nicht zur Geltung gekommen, 2023 sei immerhin die Rendite zurückgekehrt. Da der Markt für Wandelanleihen jedoch nicht in den sieben großen Tech-Unternehmen engagiert war, die die Aktienmärkte im Jahr 2023 angetrieben hätten, sei der Beitrag der Aktienseite zur Performance der Assetklasse begrenzt gewesen. „Mit Blick auf das Jahr 2024 gehen wir jedoch davon aus, dass der geldpolitische Schwenk der US-Notenbank ein gutes Umfeld für die Performance von Aktien kleiner und mittlerer US-Unternehmen schaffen wird. Wandelanleihen werden davon profitieren, wenn die ihnen zugrunde liegenden Aktien im Wert steigen. Dieses Potenzial auf der Aktienseite in Verbindung mit der beträchtlichen Rendite auf der Anleihenseite dürfte kurz- bis mittelfristig zu einer überdurchschnittlichen Performance von Wandelanleihen führen.“

Wie können Anleger in Wandelanleihen investieren?

Bei den Convertible Bonds-Ansätzen fokussiert sich das erfahrene Investmentteam um Arnaud Brillois auf die fundamentale Analyse der zugrundeliegenden Aktie sowie die fundierte Kreditanalyse bei Wandelanleihen, aber auch die Analyse von ESG-Kriterien, die ein integraler Bestandteil des Prozesses ist und für jedes Unternehmen in unserem Anlageuniversum durchgeführt wird. Anleger können neben dem Lazard Convertible Global Fonds (ISIN: FR0000098683) mit einer globalen Ausrichtung und einem breiten Blick auf die besten Unternehmen im Wandelanleihenuniversum in den Lazard Global Convertibles Recovery Fund (ISIN: IE00BMW2TG61) investieren, der insbesondere in von Marktverwerfungen betroffene Sektoren und vom Markt unterbewertete Wandelanleihen aus dem breiten Universum anlegt.

Das Convertible Bonds-Team bei Lazard verwaltete per Ende Dezember 2023 über 6,2 Mrd. Euro in verschiedenen Wandelanleihen-Strategien.

Erfahren Sie mehr auf unserer Wandelanleihen-Plattform-Seite.

 

 

Kontakt

  



 

 

 

 

 

 

  

 
Daniela Weißenborn,

Head of Third Party Distribution Germany & Austria
Lazard Asset Management (Deutschland) GmbH
Neue Mainzer Straße 75
60311 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 – 50 60 6190
www.lazardassetmanagement.com

 

 

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Diese Fonds werden aktiv verwaltet und die Wertpapiere, in die investiert wird, werden entsprechend der verfolgten Anlagestrategie oder dem Anlageziel ausgewählt. Angesichts des Anlagestils und der längerfristigen Ansichten des Anlageverwalters über den inneren Wert einer zugrunde liegenden Anlage kann sich der Fonds schlechter als andere Anlagen und Produkte entwickeln.

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