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CO2-Emissionen verringern „Wir setzen uns intensiv mit dem Energiewandel auseinander“

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Interview mit Marco Naeder Foto: Wellington Management

Herr Näder, was verstehen Sie bei Wellington Management unter Nachhaltigkeit und wie spiegelt sich das in Ihren Strategien wider?

Marco Näder: Heute wird Nachhaltigkeit oft damit gleichgesetzt, dass ein Fonds gemäß Artikel 8 oder 9 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft ist. Natürlich, die Taxonomie spielt eine überaus wichtige Rolle, auch bei uns. Viele unserer Fonds sind daher entsprechend klassifiziert. Aber: Es geht um mehr, Nachhaltigkeit ist schon seit vielen Jahren fest in unseren Prozessen verankert. Sehen Sie, wir bei Wellington Management haben viele Kunden auf der institutionellen Seite. Dort steht das Thema schon deutlich länger im Fokus als im Privatkundenbereich. Unsere erste Klimastrategie haben wir beispielsweise bereits 2007 aufgelegt. Damals war George W. Bush noch US-Präsident und es gab Diskussionen über schärfere Umweltschutzauflagen sowie einen stärkeren Fokus auf den Kampf gegen den Klimawandel. Dazu kam es damals noch nicht in großem Maßstab, es gab aber schon zu dieser Zeit Interesse an nachhaltigen Investments. Wir haben also früh begonnen, uns damit zu beschäftigen.

Wie sieht Ihr Ansatz zur Dekarbonisierung der Portfolios konkret aus und inwiefern unterscheidet er sich von dem Ihrer Mitbewerber?

Näder: Der aus meiner Sicht größte Unterschied: Wir wollen nicht in Unternehmen investieren, die Klimaschutz als einen Kostenfaktor sehen und daher solche Ausgaben lediglich vermeiden wollen. Nehmen wir zum Beispiel unseren Enduring Assets Fund (ISIN: IE00BH3VJF63), ein liquides defensives Infrastrukturinvestment. Dieser investiert vornehmlich in Unternehmen aus der Versorgungs- und Dateninfrastrukturbranche. In Teilen ist das ein CO2-intensives Geschäft. Wir sehen es als unsere Kernaufgabe, mit den Portfoliounternehmen zum Thema Dekarbonisierung in engen Dialog zu treten und auf eine Verbesserung hinzuwirken. Sie sollen ihre klimaschädlichen Geschäftsbereiche nicht einfach verkaufen, sondern einen klaren Plan in der Schublade haben, wie sie diese grüner gestalten können. Das ist der wesentliche Punkt: Wo kann der Klimabeitrag am größten sein?

... und wenn sich trotz allen Dialogs nichts ändert?

Näder: Wir investieren wie gesagt nur in Unternehmen mit einer konkreten Roadmap zur Dekarbonisierung. Gibt es die nicht, investieren wir nicht – oder wir investieren nicht weiter.

Welche nachhaltig orientierten Themenfonds haben Sie noch im Angebot?

Näder: Wir haben eine breite Palette an Themenfonds, darunter auch Artikel-9-Fonds wie unseren Climate Strategy Fund (ISIN: LU1889107428). Der Aktienfonds investiert in Unternehmen, die einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz liefern. Der Fokus liegt also auch hier auf Firmen, die wirklich etwas verändern. Daher unterscheidet sich das Portfolio von vielen klassischen ESG-Fonds. Ebenfalls nach Artikel 9 klassifiziert ist der Global Impact Bond Fund (ISIN: IE00BH3Q9069). Bei diesem stehen innovative Unternehmen im Mittelpunkt, die einen Beitrag zur Lösung globaler ökologischer und sozialer Probleme liefern. Dazu gehören Ungleichheit und Klimawandel ebenso wie die Verbesserung des Zugangs zu lebenswichtigen Ressourcen. Weiterhin interessant sind der Global Stewards Fund (ISIN: IE00BH3Q8N22) und der European Stewards Fund (ISIN: LU2376519364), bei denen aus ESG-Gesichtspunkten führende Unternehmen weltweit beziehungsweise aus Europa im Fokus stehen. Dabei spielen neben der CO2-Komponente beispielsweise Diversität und die Qualität der Unternehmensführung eine wichtige Rolle. Darüber hinaus haben wir mit dem Fintech Fund (ISIN: IE00BDTMQ092) eine Strategie für den Bereich Payment und Digitalisierung der Finanzbranche. Seit unserer ersten Klimastrategie ist also viel passiert – und die Entwicklung ist noch lange nicht am Ende. Daher werden wir auch künftig unsere Expertise im Bereich Nachhaltigkeit stets weiter ausbauen.

Ansprechpartner:
Marco Näder, Leiter Fund Buyer Business Deutschland
Bockenheimer Landstrasse 43 – 47
60325 Frankfurt am Main
[email protected]
linkedin.com/in/marco-näder-7703484a

Marketingkommunikation. NUR ZUR VERWENDUNG DURCH PROFESSIONELLE INVESTOREN. Bei einer Anlageentscheidung sollten alle im maßgeblichen Prospekt und KIID beschriebenen Merkmale und Ziele berücksichtigt werden. Dies stellt kein Angebot und keine Aufforderung dar, Anteile an dem Fonds zu zeichnen. Vor einer Anlage sollten die Verkaufsunterlagen für den Fonds bezüglich weiterer Angaben zu Risikofaktoren und Informationen, die Anlegern vor einer Investition zur Verfügung zu stellen sind, sowie der aktuelle Jahresbericht (und Halbjahresbericht) und die Wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) konsultiert werden. Der Prospekt und die Zusammenfassung der Anlegerrechte stehen auf Englisch sowie das entsprechende KIID auf Englisch und in einer Amtssprache hier zur Verfügung: www.wellington.com/KIIDs Der Fonds kann beschließen, die Vermarktungsvereinbarungen für Anteile in einem EU-Mitgliedstaat unter Einhaltung einer Frist von 30 Werktagen zu kündigen. Veröffentlicht durch die Wellington Management Europe GmbH, die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassen ist und reguliert wird.