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Institutionelle Kapitalanlage „Wir eröffnen einen systematischen Zugang zum Markt“

Uwe Rieken, geschäftsführender Gesellschafter von FAROS Consulting

Uwe Rieken, geschäftsführender Gesellschafter von FAROS Consulting: Der inhabergeführte Investment Consultant mit Sitz in Frankfurt/Main sieht bei institutionellen Investoren einen steigenden Bedarf an Orientierung. Foto: FAROS Consulting

Herr Rieken, ungeachtet der Aussicht auf steigende Zinsen in den USA sind institutionelle Anleger auf der Suche nach Alternativen zum festverzinslichen Bereich. Hier bieten sich Real Assets an, die entsprechenden Bereiche sind aber intransparent und zuletzt wesentlich unübersichtlicher geworden, oder?

Uwe Rieken: Bei den Zinsen ist ein leichter Anstieg zu erwarten, aber keiner, der wirklich ins Gewicht fällt. Mit 0,25 Prozent lassen sich keine Erträge erwirtschaften. Der Ertragsdruck ist bei den Institutionellen daher sehr hoch. Die Pensionskassen sitzen weiterhin auf relativ hohen Zinsgarantien. Bei den Versicherungen sieht das Bild nur etwas heller aus, weil sie inzwischen ihre Verzinsung heruntergefahren haben oder gar keine Garantien mehr bieten. Auch Stiftungen müssen 2 bis 3 Prozent verdienen, um ihre Projekte umsetzen zu können.

Was also tun? Abwarten dürfte wohl keine Lösung sein…

Rieken: Wir sehen trotz leicht anziehender Zinsen nicht, dass sich an dieser Lage in den nächsten fünf bis zehn Jahren extrem viel ändert. Wir werden nicht mehr in Zinsregionen kommen, bei denen in der Spitze 5 oder 7 Prozent winken. Institutionelle Investoren müssen sich daher nach Anlagen umschauen, mit denen sich ein fortlaufender Ertrag erwirtschaften lässt. Real Asset ist, wie von Ihnen genannt, in diesem Zusammenhang ein interessanter Bereich, weil die Marktbewertungen nicht so stark schwanken wie in anderen Anlageklassen. In Bereichen wie Infrastruktur, Immobilien und auch Private Debt erhalten Anleger auskömmliche Kupons.

Inwieweit kann FAROS Consulting Orientierung bieten? Könnten Sie den Ansatz Ihrer Datenbank, die liquide und illiquide Produkte der Assetklassen Immobilien, Infrastruktur, Private Debt und Private Equity abdeckt und investierbar macht, näher erläutern?

Rieken: Wir haben vor einem Jahr die Datenbank entwickelt, weil der Markt für Fonds, die sich an institutionelle Anleger richten, sehr intransparent ist. Das geht zum Beispiel so: Ein Asset Manager legt einen Fonds auf und berichtet darüber auf verschiedenen Nachrichtenkanälen, etwa in der Zeitung. Gleichzeitig laufen die Vertriebstruppen los, um den Fonds zu vermarkten. Unser Ansatz: Wir stellen diese Produkte in die Datenbank. Institutionelle Investoren verschaffen sich wie in einem Schaufenster einen Überblick. So lässt sich ganz leicht in Erfahrung bringen, welche Angebote es im Markt etwa im Bereich Immobilien-Fundraising gibt und inwieweit sie für den Investor attraktiv sind.

Gibt es im „Schaufenster“ ein Ranking?

Rieken: Nein, in den Assetklassen Immobilien, Infrastruktur, Private Debt und Private Equity werden die Angebote zunächst lediglich gelistet. Es handelt sich um eine kostenlose Informationsplattform. Wenn unsere Kunden dann etwas für sie Interessantes entdeckt haben, können sie uns ansprechen und uns beauftragen, bei der Analyse zu helfen. Die Kunden werden zunächst einmal kostenlos und unverbindlich in die Lage versetzt zu sehen, was an Angeboten auf dem Markt ist. Man muss also nicht warten, um das schöne Bild noch einmal zu bemühen, bis die Vertriebstruppe bei einem vorbeimarschiert. Wir eröffnen einen systematischen Zugang zum Markt.

Wie geht FAROS Consulting dabei vor?

Rieken: Auf Wunsch des Kunden nehmen wir ein komplettes Screening aller am Markt verfügbaren Produkte vor. Wir bieten aber auch eine Zweitmeinung an. „Dieses Produkt ist interessant, das will ich mir näher ansehen. FAROS Consulting, wie schätzt ihr das ein?“, heißt es häufig seitens der Kunden, woraufhin wir dann das Produkt evaluieren. Das ist ein Teil unseres Service.

Inwieweit sind Sie hier unabhängig?

Rieken: Wir sind von niemandem abhängig. Wir haben mit keinem Produktanbieter irgendeinen Vertrag. Wir stellen dem Kunden eine Analyse zur Verfügung, die genau zeigt: Hot oder Schrott. Unser klassisches Geschäft ist der „Beauty Contest“, wie wir es nennen. Wir begleiten Ausschreibungsverfahren, etwa, wenn der Kunde ein Mandat im liquiden Bereich in der Anlageklasse Emerging Market Debt ausschreibt und wissen will, wer hier der beste Manager ist. Wir gehen durch unsere Datensätze, verschicken Fragebögen, analysieren die Antworten und kommen zu einer Shortlist der besten Manager, die wir dann vorstellen. Das Gleiche bieten wir auch für den illiquiden Marktbereich an.

Der Schwerpunkt bei FAROS Consulting liegt bei Immobilien und Private Debt, seit Sommer auch bei Private Equity, einer nicht leicht zugänglichen Anlageklasse. Woher beziehen Sie jeweils die Expertise?

Rieken: Bei FAROS Consulting arbeiten Spezialisten, die sich mit den Anlageklassen seit vielen Jahren auseinandergesetzt haben. Im vergangenen Jahr haben wir allein bei FAROS Consulting Immobilienausschreibungen in Höhe von 600 Millionen Euro annonciert. Wir werden vom Markt als ein wichtiger Ausschreiber und Investment Consultant wahrgenommen. Unser Team von 16 hoch qualifizierten Mitarbeitern mit hervorragenden Referenzen weiß, was es tut, die nötige Expertise haben wir. Die Kunden bekommen nichts weniger als gründliche, fachlich versierte Deep Dives. Und sie sind anspruchsvoll. Hier kommt kein Ticket unter 10 Millionen Euro ins Haus.

Sie haben aktuell die Marke von 115 registrierten institutionellen Investoren erreicht. Was reizt die Branche an FAROS Consulting besonders?

Rieken: Das sind eine Menge Kunden in einem überschaubaren Markt. Hier sind viele Versicherungen dabei, große Pensionskassen. Kurz gesagt: Einkaufsstarke Player, die jedes Jahr ein paar Hundert Millionen bereithalten. Die Kunden finden zunächst einmal unser Informationsangebot gut, weil es deren Arbeit stark erleichtert. Die Due-Diligence-Funktionalität und die Zweitmeinung, die wir anbieten, sind ebenfalls sehr willkommen. Warum? Institutionelle Kunden haben neben dem Marktproblem geringer Erträge zusätzlich ein Kapazitätsproblem. Wir unterstützen auf der Analyseseite und entlasten die Kunden damit bei ihren Ressourcen.

Könnten Sie das am Beispiel illustrieren?

Rieken: Wir haben im vergangenen Jahr ein Immobilienprojekt in Höhe von 150 Millionen mit einer großen Versicherung als Kunden gemacht. „Ich weiß gar nicht, wo mir hier der Kopf steht“, hieß es vom Kunden. „Ich habe hier so viele Projekte auf dem Tisch, so viele Angebote, die ich analysieren und bei denen ich zu einem fachmännischen Urteil kommen muss.“ Wir helfen bei der Auswahl. Darüber hinaus bieten wir Kostenanalysen an. Wir kennen den Markt in seiner gesamten Breite und haben damit einen sehr guten Kostenüberblick. Wir sind bei den Ausschreibungen dabei und sehen, was an Preisen über den Tisch geht. Wir kennen nicht nur die Preiszettel im Prospekt, sondern wir wissen, was real verhandelt und investiert wird. Damit können wir den Kunden auch bei den Kosten beratend zur Seite stehen.

Hand aufs Herz: Wie kommen Sie selber mit dem Fachkräftemangel klar?

Rieken: Die Vergütungsprogramme der Mitarbeiter bei FAROS Consulting sind zum Teil erfolgsorientiert. Für gute Arbeit gibt es entsprechende Gratifikationen. Die Arbeit, die wir machen, ist zudem intellektuell sehr anspruchsvoll und super spannend. Wir kennen den Anbietermarkt mit der Vielfalt der Produkte. Wir kennen aber auch den Kundenmarkt mit dem Kundenbedarf. Wer in solch einer Zwischenfunktion arbeiten kann, hat eine extrem hohe Lernkurve. FAROS Consulting ist für viele helle Köpfe interessant, deshalb haben wir keinen Mangel an Bewerbungen. In der Tat stehen wir aber vor der Herausforderung, unsere Mitarbeiter zu halten. Irgendwann sind sie so attraktiv für den Markt, dass sie auch durchaus abgeworben werden. Wir sprechen dann über Boni und Tantiemen-Regelungen.

Wie kommt FAROS Consulting auf seine Kosten?

Rieken: Unser Beratungshonorar ist aufwandsorientiert. Machen wir einen Due-Diligence-Check, kostet das eine entsprechende Zahl von Manntagen, je nach Umfang des Projekts.  

Was ist für die Zukunft geplant?

Rieken: Wir werden unsere Datenbank massiv ausweiten. So wollen wir verstärkt den Private-Equity-Markt erschließen. Aufgrund des J-Curve-Effekts wird durch Anschaffungskosten und Anlaufverluste zunächst ein negatives Ergebnis erzielt, bevor später durch Veräußerung einzelner Beteiligungen die Erträge die Kosten übersteigen. In den vergangenen Jahren waren die Renditen teils so bombastisch hoch, dass es eine ungebrochen starke Nachfrage nach dieser Asset-Klasse geben wird.

In einem nächsten Schritt wollen wir auch erste einfache Analysen über das Internet anbieten. Wer sich also, als Beispiel, für Private Debt mit dem Schwerpunkt Corporate interessiert, wendet sich an uns. Nachdem wir vor einem Jahr gestartet sind, streben wir mittelfristig die Zahl von 200 Investoren an. Da die Resonanz der Investoren auf die Datenbank und die Arbeitserleichterung, die sie damit haben, so positiv ist, werden wir das Produktangebot mit Sicherheit verdoppeln. Sie sind dankbar für unsere Dienstleistungen.

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