Winebank-Gesellschafter im Gespräch „Die Finanzbranche ist bei uns sehr stark vertreten“

Seite 2 / 2

Sie sprachen bereits den internationalen Ansatz der Winebank an. Wo kann man überall bei Ihnen einkehren?

Buttlar: In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es mit Hamburg, Frank-furt, Köln, der Pfalz, dem Rheingau, Basel und Wien aktuell sieben Standorte. In Kürze eröffnen wir unseren ersten Club in den USA, mitten in Washington D.C., direkt neben dem Ritz-Carlton. Die Standorte Austin, Trier, Baden und Mosel werden gerade entwickelt, Berlin steht kurz vor der Unterzeichnung. Mit weiteren internationalen Metropolen sind wir in Verhandlungen. Für die global vernetzten unter unseren Mitgliedern besonders interessant: Mit der Member Card haben sie zu jeder Winebank weltweit rund um die Uhr und sieben Tage die Woche Zutritt.

Zu welcher Tageszeit werden die Winebanks am stärksten frequentiert, gibt es Stoßzeiten?

Buttlar: Viele unserer Winebanker nutzen die Clubs für einen Apéro vor dem Dinner oder für einen Absacker danach. 17 bis 19 Uhr und 21.30 bis 23 Uhr sind daher über alle Winebank-Standorte hinweg die Kernnutzungszeiten. Wir sehen allerdings einen deutlichen Unterschied zwischen den ländlich gelegenen Clubs, zum Beispiel in der Pfalz, und den urbanen wie Frankfurt oder Wien. Dort kommen viele Mitglieder später und bleiben deutlich länger.

Wie viele Gäste kann ich als Winebanker mitbringen?

Buttlar: Das variiert von Club zu Club. Zwischen vier und sechs Personen pro Mitgliedskarte.

Und die Schließfächer, wie ist da die Bandbreite?

Buttlar: Das günstigste Fach gibt es aktuell in der Winebank Pfalz für 49 Euro im Monat. Einen begehbaren, privaten Weinkeller vermarkten unsere Partner in Köln für 1.300 Euro monatlich.

Die Kombination aus erlesenen Weinen und illustrer Gesellschaft dürfte schon zu manch denkwürdigem Ereignis geführt haben.

Buttlar: Auf jeden Fall, schon die Eröffnungen der Standorte waren spektakulär. Auch unsere monatlichen Community Events, die Winebanker’s Tables, mit den besten Winzern der Welt sind einfach großartig. Überraschendes kann man bei uns aber jederzeit erleben: Neulich wollte ich nachts um 2 Uhr in Wien mit Geschäftspartnern noch ein letztes Glas Wein trinken. Schon an der Tür hörten wir Opernarien. Drinnen trafen wir dann auf drei bekannte Opernsängerinnen und -sänger mit ihrer Entourage. Wohin man blickte, ein Sammelsurium offener Weinflaschen, Menschen lagen sich in den Armen, eine Wahnsinnsstimmung. Man weiß eben nie, was oder wer einen in der Winebank erwartet. Trifft man auf Künstler oder Anwälte? Auf Studenten oder CEOs? Auf Berater oder Filmproduzenten? Bei uns ist alles möglich.



Über den Interviewten:
Winebank-Gesellschafter Steven Buttlar ist Kommunikationsberater. Der Betriebswirt ist Partner der Frankfurter Unternehmensberatung Bridgebrain und begleitet seine Kunden insbesondere bei Veränderungsprozessen.