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Umfrage Wie verschieden Private Banking und Vermögensverwalter Zertifikate nutzen

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Taunus Investments

Taunus Investments

Sven Gundermann, geschäftsführender Gesellschafter der Taunus Investments: Die Vermögensverwaltung wurde im Jahr 1994 gegründet

Setzen Sie Zertifikate bei der Geldanlage ein?

Sven Gundermann: Grundsätzlich kommen in unserer Einzeltitelstrategie auch Zertifikate zum Einsatz. Sie ergänzen unseren langfristigen Dividendenansatz und sollen für stabile Erträge in unsicheren Zeiten sorgen.

Welches Gewicht nehmen Zertifikate im Schnitt in einem Portfolio ein?

Gundermann: Wir halten in der Regel rund 20 Aktien über einen langen Zeitraum. Zur Risikoreduzierung oder zur Wahrung kurzfristiger Chancen kommen dann noch ein oder zwei Zertifikate zum Einsatz.

Hatten früher Zertifikate ein höheres Gewicht bei der Vermögensverwaltung?

Gundermann: Schon. Seit einigen Jahren geht in unserem Kundenkreis der Trend zu einer breiteren Streuung des Vermögens in Fonds. Waren vor gut zehn Jahren noch 80 Prozent der Vermögenswerte in Direktanlagen und 20 Prozent in Fonds, so ist es heute genau andersherum. Somit hat sich auch der Zertifikate-Einsatz stark verringert.

Welche Zertifikate sind das beziehungsweise welche Funktion sollen diese Zertifikate erfüllen?

Gundermann: Speziell Discount-Zertifikate sorgen für vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Wir können damit das Risiko für unsere Kunden verringern oder in Zeiten hoher Volatilität von zweistelligen Seitwärtsrenditen profitieren.

Welche Bedeutung haben Zertifikate bei der Absicherung Ihrer Portfolios?

Gundermann: Eine direkte Absicherung eines gesamten Depots erachten wir nicht als sinnvoll, das hat sich auch wieder in der Corona-Krise gezeigt. Dennoch können auch Discounter in volatilen Zeiten einen positiven Beitrag leisten.

Nutzen Sie Hebelzertifikate?

Gundermann: Unsere Firmenphilosophie „Investieren statt spekulieren“ schließt den Einsatz von Hebelprodukten aus.

Welche Themen sind derzeit bei thematischen Zertifikaten besonders relevant?

Gundermann: Zertifikate bieten den Vorteil, dass sie relativ schnell aufgelegt werden können und somit vielfältige Themen abdecken. Für uns relevant sind dann hauptsächlich Themen, die langfristig von Interesse sein sollten. Speziell im Bereich nachhaltiger Anlagen sehen wir diese Perspektiven. Anleger können somit zum Beispiel von einer breiteren Streuung in Wasserstoffaktien oder ähnliches profitieren.

Wie beurteilen Sie die Entscheidung zur Verlustrechnung von Termingeschäften?

Gundermann: Generell empfinden wir es als sehr bedauerlich, dass die benachteiligte steuerliche Absetzbarkeit von Verlusten zur Einschränkung der Anlagemöglichkeiten führt. Die von uns eingesetzten Anlagezertifikate wurden glücklicher- und sinnvollerweise davon ausgenommen.

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