Hohe Verwaltungskosten, niedrige Erträge Wie Stiftungen ihr Vermögensmanagement aufstellen sollten

Jörg Plesse und Stefan Fritz

Jörg Plesse und Stefan Fritz

„So kann es nicht weitergehen.“ Werner Koch, der aus den zwei vorangegangenen Ausgaben des private banking magazins bekannte Stifter, hat begriffen, dass er die Versäumnisse in der Gründungsphase seiner Stiftung nicht ungeschehen machen kann, und dass es eine „Komfortzone für Stiftungen“ nicht gibt. Er wäre allerdings nicht Stifter, wenn er nicht den Ehrgeiz hätte, für die erkannten Probleme einen Ausweg zu finden.

Koch beginnt also mit der Bestandsaufnahme. Anfang 2008 hatte er seine Stiftung mit einem Anfangsvermögen von 150.000 Euro gegründet. Durch spätere Zustiftungen ist der Grundstock zwischenzeitlich auf 500.000 Euro angewachsen. 10.000 Euro befinden sich zudem in einer freien Rücklage. Koch möchte mit seiner Stiftung wieder handlungsfähig werden und bereitet den Kurswechsel akribisch vor. Dazu muss er die gesamte Stiftungsverwaltung reorganisieren.

Je nach Ausrichtung umfasst das unter anderem
• die Organisation der Büroarbeit: Post und E-Mails müssen zeitnah gesichtet und bearbeitet werden. Und auch telefonisch sollte die Stiftung zu normalen Geschäftszeiten erreichbar sein

• das Erstellen von Berichten für die Stiftungsaufsicht und das Finanzamt