Umfrage von Willis Towers Watson Wie sich die betriebliche Altersvorsorge stärken lässt

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Taxifahrer: Liegt eine bAV-Reform in weiter Ferne? Foto: Pexels / Tim Samuel

Um die betriebliche Altersvorsorge (bAV) zu stärken, sprechen sich bAV-Verantwortliche aus Unternehmen für eine geringere Komplexität und Opting-out-Lösungen aus. Den Staatsfondsmodellen trauen sie wenig zu. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des Beratungshauses Willis Towers Watson.

Die neue Bundesregierung könne die bAV stärken, indem sie sie strukturell vereinfacht. Dieser Aussage stimmen 44 Prozent der Befragten im Rahmen der diesjährigen bAV-Konferenz von Willis Towers Watson zu. Auf neue Staatsfondsmodelle setzen in der Umfrage hingegen nur 8 Prozent.

„Die bAV ist ein bewährter und effektiver Weg zur Altersvorsorge – zum Vorteil von Unternehmen und Mitarbeitern“, sagt dazu Heinke Conrads, Leiterin Rente in Deutschland und Österreich bei Willis Towers Watson. „Damit dieses Erfolgsmodell weiter wachsen kann, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens: Ein stabiler und nicht zu komplexer rechtlichen Rahmen. Zweitens: Raum für unternehmerische Freiheit, denn die besten Lösungen entstehen im Wettbewerb und nicht durch zentrale Vorgaben.“

Um das bAV-Modell weiterzuverbreiten, stimmen 23 Prozent für betriebliche Opting-out-Lösungen. Diese „wurden durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz auf tariflicher Basis eröffnet – sinnvoll wären sie auch auf betrieblicher Basis“, sagt Conrads. Bei diesem Modell kommen Mitarbeiter automatisch in System der Altersvorsorge. Ein Teil ihres Gehalts wird in künftige Pensionsansprüche umgewandelt – soweit sie nicht widersprechen.

An der diesjährigen bAV-Konferenz von Willis Towers Watson nahmen rund 360 bAV-Verantwortliche aus großen und mittleren Unternehmen teil. 160 Personen gaben während der Konferenz Antworten zu den Fragen.