Managerselektion Vom Pitch zur Prüfung – Wie Investoren Qualität in Private Debt erkennen

David Dansen und Sven Gralla (r.) von LBBW Asset Management.

David Hansen und Sven Gralla (r.) von LBBW Asset Management: „Bevor ein Fonds auf dem Radar erscheint, sollte bereits klar sein, wofür das Portfolio eine Erweiterung braucht“ Bildquelle: LBBW AM

Private Debt erlebte in den vergangenen Jahren einen massiven Aufstieg – nicht zuletzt, weil die Assetklasse vermeintlich stabile Erträge liefert, während andere Märkte schwanken. Doch wer als Investor glaubt, dass Stabilität eine grundsätzliche Eigenschaft des Marktes sei oder – mit Blick auf das Manageruniversum – aus der Managergröße abgleitet werden könne, täuscht sich. Stabilität ist das Ergebnis disziplinierter Managerselektion.

In einem Markt, der von Konsolidierung und Winner-takes-all-Effekten geprägt ist, erhöht sich die Tendenz, sich an bekannten Namen und verwalteten Volumina zu orientieren. Doch Größe schützt nicht. Im Gegenteil: Die größten Fonds stehen unter dem größten Investitionsdruck. Managerselektion ist kein Rankingspiel.

Wer sich auf die sogenannten Transaktions-League Tables, Assets under Management oder Hochglanzfolien verlässt, kauft Vertrauen ohne Prüfung – und riskiert Kapital ohne Klarheit.

Kernproblem: die Fondsselektoren bei institutionellen Investoren sind in der Regel nicht am langfristigen Erfolg ihrer Managerauswahl über Bonusregelungen beteiligt. Sie tragen jedoch Downside-Risiko bei vom Mainstream abweichenden Auswahlentscheidungen.

 

Sherlock Holmes bringt die erforderliche Arbeit der Investoren auf den Punkt: „It is a capital mistake to theorize before one has data.“ Und genau hier setzt dieser Artikel an: Er zeigt, wie eine fundierte, ökonomisch getriebene Due Diligence aussehen muss – von der strategischen Longlist über einen dezidierten Peervergleich bis zur Onsite-Prüfung.

Peervergleich: Von der Longlist zur Shortlist – mit Strategie statt Zufall

Managerselektion beginnt nicht mit einem Pitch – sondern mit einer aktiven strategischen Entscheidung. Bevor ein Fonds auf dem Radar erscheint, sollte bereits klar sein, wofür das Portfolio eine Erweiterung braucht, welche Risiken bestehen und in welchen Marktsegmenten eine echte Differenzierung möglich ist.

Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos, um diesen Artikel lesen zu können.

Dieser Artikel richtet sich ausschließlich an professionelle Investoren. Bitte melden Sie sich daher einmal kurz an und machen einige berufliche Angaben. Geht ganz schnell und ist selbstverständlich kostenlos.