Wholesale- und Insti-Geschäft bleiben J. Safra Sarasin verkündet künftige Deutschlandstrategie

Konnte in Deutschland nie wirklich Fuß fassen: Die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin

Konnte in Deutschland nie wirklich Fuß fassen: Die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin

Das Bankhaus J. Safra Sarasin zieht sich aus dem Private Banking in Deutschland zurück. Das hat das Institut jetzt in einer Mitteilung bekanntgegeben und damit eine entsprechende Meldung des private banking magazins bestätigt. Zu den Kündigungen der Mitarbeiter äußert sich die Bank nicht, zur Zukunft des verbleibenen Deutschlandgeschäfts nur teilweise.

Man habe Strategie und Wirtschaftlichkeit des Private-Banking-Geschäfts in Deutschland überprüft und sei zum Ergebnis gekommen, dass die lokale Gesellschaft J. Safra Sarasin Deutschland künftig keine Dienstleistungen mehr im Private Banking anbieten werde. Als Grund nennt das Schweizer Institut die fehlende kritische Masse des Deutschland-Geschäfts, das weniger als 1 Prozent der durch die Gruppe verwalteten Vermögen ausmache.

Künftige Deutschlandstrategie

Am Wholesale-Vertrieb und dem Geschäft mit institutionellen Anlegern in Deutschland plant J. Safra Sarasin aber festhalten: Die Entscheidung gegen das Private Banking habe keinerlei Auswirkungen auf beide Bereiche, zu denen man sich weiterhin uneingeschränkt bekenne.

Nach eigenem Bekunden will die Bank den Fortbestand beider Geschäftsbereiche in Deutschland durch die Eröffnung einer deutschen Niederlassung der Luxemburger Banque J. Safra Sarasin gewährleisten, die das Geschäft auf Grundlage des EU-Passportings betreiben soll.

Die Frage bleibt, mit welchem Personal das geschehen soll. Die Bank hatte zum Jahreswechsel 2016/2017 Christian Mosel und dessen Team verloren. Bis dato war Mosel Mitglied der Geschäftsleitung in Deutschland sowie Leiter des institutionellen Geschäfts gewesen. In dem Bereich, wo J. Safra Sarasin weiterhin Geschäft machen will, dürfte also Personal fehlen. Zugänge sind in diesem Bereich bisher nicht bekannt geworden.